FDP Kreis 10: Wohnen oder warten?

Am 27. September stimmt die Stadtbevölkerung über eine wichtige Wohnvorlage ab. Genauer gesagt, kann sie zwischen zwei Varianten wählen: der Variante des Stadtrats oder jener des Gemeinderats. Das scheint verwirrend, ist aber ganz einfach. Ein Beitrag der FDP Kreis 10.

Durch das Bauen in die Höhe wird der Raum am Boden entlastet. (Foto: Caroline Hobi)

Ein Artikel von Caroline Hobi, Vorstand FDP Kreis 10 & Kantonsratskandidatin April 2027, & Sebastian Vogel, Gemeinderat Kreis 6 & Kantonsratskandidat April 2027

Grundsätzlich geht es darum, den zum Teil heute schon vorhandenen, aber nicht ausgebauten Raum in der Höhe besser auszunutzen. Der Stadtrat möchte, dass die Stadt an geeigneten Orten mit Qualität in die Höhe wachsen kann. Dabei sind drei verschiedene Höhen klar definiert worden: bis 40, 60 oder maximal 80 Meter.

Die Vorlage des Stadtrats ermöglicht den Bau von dringend benötigten zusätzlichen Wohnungen, sie schafft Planungs- und Rechtssicherheit und sorgt gleichzeitig für mehr Raum am Boden: für Grünflächen und Begegnungszonen.

Nach dem Hitzesommer 2026 soll nicht zuletzt auch Rücksicht auf das Stadtklima genommen werden. Solche Gebäude, die meist gut ins Quartier eingebettet sind, können mit der Vorlage höher werden, ohne dass sie einem amerikanischen Wolkenkratzer gleichkommen.

Durch das Bauen in die Höhe wird der Raum am Boden entlastet, was für die Quartiere bedeutet, dass Raum frei wird für ein aktives und lebendiges Quartierleben.

Auflagen werden zusätzlich verschärft

Nun hat eine Mehrheit des Gemeinderats diese ausgewogene Lösung des Stadtrats in einer zweiten Vorlage deutlich verschärft. So wurden beispielsweise praktisch alle 40-Meter-Zonen aus dem Plan gestrichen. Dies macht wenig Sinn, denn man kann davon ausgehen, dass genau diese 40 Meter hohen Häuser relativ einfach und zügig einen Dachstock ausbauen können.

Entgegen dem pragmatischen Menschenverstand werden stattdessen die Auflagen zusätzlich verschärft: Der Gemeinderat will nämlich, dass jedes einzelne Bauprojekt vom Gemeinderat bewilligt wird. Können Sie sich vorstellen, was dies für eine enorme Staatsbürokratie auslösen wird? Im Falle einer Annahme der Vorlage würde Bauen in Zukunft noch komplizierter, als es heute schon ist.

Und kompliziert wird es für alle: für Private, für Genossenschaften, selbst für die Stadt als Bauherrin. Einmal mehr soll das, was die Stadtbevölkerung fordert – nämlich schnell mehr Wohnraum zu erhalten –, aktiv verhindert werden. Aber Sie, liebe Stimmberechtigte, haben jetzt die Wahl. Sie können nun abstimmen: Wollen Sie endlich wohnen oder wollen Sie weiter auf Lösungen warten?

Wenn Sie wohnen wollen, sollten Sie der Vorlage des Stadtrats zustimmen: Sie ist ausgewogen, schafft neuen Wohn- und Lebensraum und kommt einem jahrzehntelangen Bedürfnis endlich nach. Deshalb: Ja zur BZO-Teilrevision Vorlage Stadtrat (Variante B).

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