Ein Beitrag von Pfarrerin Yvonne Meitner, Kirchenkreis 10
Glauben Sie an die Auferstehung? Dass Jesus Christus gestorben ist, ist historisch erwiesen resp. durch ausserchristliche Quellen belegt. Seine Auferstehung kann nur geglaubt werden, denn dass jemand nach dem Tod wieder am Leben ist, widerspricht jeglicher Vernunft.
Kein Wunder waren die Frauen am Grab zuerst starr vor Schrecken, als sie in der Grabeshöhle keinen Leichnam mehr antrafen: Ostern ist deshalb für all diejenige, die an ihre Grenzen gekommen sind. Die alles versucht und gehofft – und alles verloren haben. Ostern ist für alle Trauernden, deren Leben von einem auf den anderen Tag ganz anders ist.
Ihnen allen spricht Jesus als Auferstandener zu: «In der Welt habt ihr Angst. Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.» Und dieses Überwinden kommt nicht sogleich: In der Nacht ist der Tag noch nicht da, und mitten im Winter ist der Frühling noch fern.
Aber wir können es wie die Jünger:innen machen: Vielleicht mit Schmerz(en) lassen wir die fruchtlosen Fragen nach dem Wozu hinter uns und machen uns auf den Weg Richtung Ostern, bis zu unserer persönlichen Oster-/Auferstehungserfahrung.
