Als Violaine Stehli am Samstagnachmittag, 30. Mai, kurz innehielt, verspürte sie vor allem eines: viel Freude. Als Vorstandsmitglied des Quartiervereins Höngg lagen die organisatorischen Geschicke der Quartierausscheidung für «De schnällscht Zürihegel» erstmals in ihren Händen.
Seit Januar hatte sie den Anlass vorbereitet und «von vorne bis hinten» durchdacht und geplant. Es galt unter anderem, die Technik zu organisieren und den Samariterverein Zürich-Höngg zu engagieren, die Freiwilligen zu rekrutieren sowie viel Administratives zu bewältigen.
Dabei traf sie auch auf ein erfahrenes Team: «Für mich persönlich war die Zusammenarbeit mit dem Quartierverein Wipkingen, der am Vormittag seine Ausscheidung bei uns durchführte, sowie mit dem Turnverein Höngg ein absolutes Highlight», sagt sie.
Sie lobt das Zusammenspiel aller Beteiligten und hebt hervor, wie gut es gelungen sei, genügend Helferinnen und Helfer zu finden. Schliesslich mussten nicht nur ein Höngger und ein Wipkinger Quartieranlass organisiert werden, sondern auch ein Wettbewerb, der die Vorgaben des städtischen Laufwettbewerbs erfüllen musste.
Es gab auch einen Rekord
Viel Spass hatten auch die Hauptakteure des Tages: die Kinder der Jahrgänge 2013 bis 2018 und jünger. Viele von ihnen nahmen nicht zum ersten Mal teil und kannten den Sprecher Martin Resch, dessen Stimme an der Höngger Ausscheidung einfach dazugehört.
Insgesamt gingen im Einzellauf 283 Höngger Kinder auf der 60-Meter-Strecke an den Start. Das seien rund 17 Prozent weniger Teilnehmende als im Vorjahr, sagt Stehli. Am betreffenden Samstag habe in der ganzen Stadt viel stattgefunden. Auf dem «Hönggi» herrschte dennoch reger Betrieb – und es gab sogar einen Rekord zu feiern: «Wir zählten 45 Stafetten-Teams. Und allein aus der dritten Klasse nahmen in diesem Jahr 15 Teams teil – so viele wie noch nie», sagt sie stolz.
Stehli brachte auch einige Neuerungen in den Wettbewerb ein: Eine Foto-Selfie-Box sorgte für eine virtuelle «Wall of Fame», die bei den Kindern sehr gut ankam. Zudem gelang es dank digitalisierter Abläufe, die Diplome deutlich schneller zu erstellen.
Ungeduld habe sie allerdings nicht erlebt – im Gegenteil: «Bei meinen Begegnungen mit Eltern und Lehrpersonen habe ich ausnahmslos respektvolle, gelassene und höfliche Menschen angetroffen.»
Wer die Ausscheidung für den «Zürihegel» auf dem «Hönggi» schon einmal miterlebt hat, weiss um die besondere Ausstrahlung dieses Wettbewerbs. Entsprechend wertvoll sei der Anlass für Höngg. «In erster Linie für die Kinder, die niederschwellig und kostenlos teilnehmen können. Gleichzeitig bietet der Anlass aber auch Raum für den sozialen Austausch.»
Zudem sei die Ausscheidung ein Gewinn für den ganzen Kreis 10, sagt Stehli: «Wir organisieren den ‹Zürihegel› zusammen mit Wipkingen – das ist ein Grossanlass im Kreis 10, der eine Brücke schlägt über die Rosengartenstrasse hinweg.
