Bei der Gesamterneuerungswahl für die Behörden der grössten Kirchgemeinde der Schweiz bewarben sich laut Medienmitteilung fünfzehn Kandidierende um einen Sitz in der Kirchenpflege, darunter drei Bisherige und zwölf Neukandidierende.
Gewählt wurden im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit Michael Braunschweig (bisher), Michael Hauser (bisher), Anna Katharina Hotz Semadeni (neu), Andreas «Res» Peter (bisher), Céline Germaine Reymond (neu) und Mona Schatzmann (neu). In der Wahl für das Präsidium setzte sich Res Peter gegen Mona Schatzmann durch.
Neubesetzung der Legislative
Gleichzeitig wurde die Legislative der Kirchgemeinde für die Amtsdauer 2026–2030 neu besetzt. Für das 45-köpfige Kirchgemeindeparlament kandidierten 45 Personen, davon 27 Bisherige. Einige Kandidierende traten gleichzeitig für die Kirchenpflege und das Kirchgemeindeparlament an.
Die Parlamentswahl erfolgte in den sechs Wahlkreisen, die auch für die Wahlen des Kantonsrats auf Stadtgebiet gelten. Die Wahl der Kirchenpflege fand gesamtgemeindlich statt. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 13 Prozent.
Zweiter Wahlgang am 14. Juni 2026
Der zweite Wahlgang wird am 14. Juni die definitive Entscheidung über die zukünftige Zusammensetzung der Kirchenpflege bringen. Dann reicht das relative Mehr für den Einzug in das siebenköpfige Gremium.
Auch wird voraussichtlich eine Nachwahl für das Kirchgemeindeparlament notwendig sein, weil einige der doppelt Kandidierenden sich für den Sitz in der Kirchenpflege entscheiden dürften. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder ab 16 Jahren.
