In der Stadt Zürich leben schätzungsweise 8000 Menschen mit Demenz – Tendenz steigend. Rund 60 Prozent von ihnen leben zu Hause, betreut und gepflegt von Angehörigen, wie die Stadt in einer Medienmitteilung schreibt. Menschen aus dem direkten Umfeld sind damit unmittelbar von der Krankheit mitbetroffen.
Stärker als andere Erkrankungen ist Demenz mit Tabus behaftet. Aus Unsicherheit und falschen Vorstellungen über die Krankheit entstehen Berührungsängste, die den Kontakt erschweren können.
Persönliche Geschichten
Mit der Kampagne «Demenz heisst nicht vergessen…» will die Stadt Zürich Demenz im Alltag sichtbarer machen. Im Zentrum stehen persönliche Geschichten von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen. Die Kampagne setzt bewusst einen Gegenakzent zu gängigen Bildern von Verlust und Defizit.
Sie lenkt den Blick auf das, was trotz einer Erkrankung bleibt: Persönlichkeit, Beziehungen und Würde. Sie lädt dazu ein, genauer hinzuschauen und mehr Verständnis zu entwickeln.
Demenzfreundlichkeit
«Eine demenzfreundliche Stadt bietet gut zugängliche Beratungs- und Entlastungsangebote und eine starke medizinische Versorgung. Demenzfreundlichkeit entsteht aber auch in der Art, wie wir Menschen mit Demenz begegnen – nämlich so, dass sie sich in der Gesellschaft aufgehoben fühlen. Dafür braucht es Wissen, Offenheit und Verständnis im Alltag», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements.
Die Kampagne wurde unter Einbezug zahlreicher Fachorganisationen in der Stadt Zürich entwickelt. Die Sensibilisierungskampagne gehört zu den acht Massnahmen des «Pilotprojekts Demenz», das die Versorgung der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen verbessern und das öffentliche Bewusstsein für das Thema schärfen will.
Eine ebenfalls aus dem Pilotprojekt entstandene neue städtische Webseite zum Thema Demenz bündelt Informationen und Angebote für Betroffene, Fachpersonen und die Bevölkerung.
Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich
