Das 31’600 Quadratmeter grosse städtische Areal Grünwald im Rütihof, in Höngg auch als die Ringling-Wiese bekannt, wird zu einem gemeinnützigen, generationenübergreifenden Wohnquartier mit rund 400 Wohnungen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsflächen.

Die Stadt Zürich plante bisher zusammen mit der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW), der Baugenossenschaft Sonnengarten (BGS) und der Gemeinnützigen Bau- und Mietergenossenschaft Zürich (GBMZ). Nach dem Rückzug der GBMZ im Jahr 2025 schrieb die Stadt das dritte Baurecht neu aus.

Gesucht: ergänzendes Angebot

In der Ausschreibung vom Frühjahr 2026 suchte die Stadt gemeinsam mit SAW und BGS eine dritte Baurechtsnehmerin, die deren Zielgruppen und Wohnangebote sinnvoll ergänzt. Sie soll zusammen mit den beiden bestehenden Bauträgerinnen ein lebendiges Quartier entwickeln und deren soziale, ökologische und wirtschaftliche Ziele mittragen.

Insgesamt gingen neun Bewerbungen ein. Ein Beurteilungsgremium der Stadt Zürich, von SAW und BGS prüfte sie anhand vorab festgelegter Eignungs- und Zuschlagskriterien. Im Zentrum standen das Nutzungskonzept, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit, die Organisationsform sowie die Fähigkeit und der Wille zur langfristigen Zusammenarbeit. Die vier Bauträgerschaften mit den vielversprechendsten Bewerbungen wurden zur Präsentation eingeladen.

Überzeugendes Konzept für das Quartier

Das Beurteilungsgremium sprach sich in dem zweistufigen Verfahren einstimmig für die Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1 als dritte Baurechtnehmerin aus. Kraftwerk1, das bereits in Höngg die Siedlung Heizenholz bewirtschaftet, überzeugte mit einem Konzept, das auf den Ort und das Quartier eingeht, gemeinschaftliches und flächensparendes Wohnen fördert und die Angebote von SAW und BGS gut ergänzt.

SAW, BGS und Kraftwerk1 stehen laut einer Medienmitteilung der Stadt Zürich für bezahlbares Wohnen in Zürich und wollen auf dem Areal Grünwald nun zusammen ein gut durchmischtes Quartier schaffen. Unter Federführung der Stadt schreiben die drei Partnerinnen 2027 gemeinsam einen Architekturwettbewerb aus. Ziel ist ein nachhaltiges Projekt mit bezahlbarem Wohnraum für alle Lebensphasen. Baubeginn ist frühestens 2034. Die Wohnungen vermieten die Baurechtsnehmerinnen jeweils individuell.