Am Wümmetfäscht wird der Verschönerungsverein Höngg, der für das Ortsmuseum verantwortlich ist, das Haus «zum Chranz» nach mehr als zwei Jahren und einer Sanierung wieder zugänglich machen. Das Museum öffnet seine Pforten am Samstag, 26. September, und ist an diesem Tag von 13 bis 20 Uhr sowie am Sonntag, 27. September, von 11 bis 17 Uhr für Besuche und Führungen geöffnet. Begleitet wird die Eröffnung von zwei Wettbewerben.
Das Ausstellungskonzept trägt den Titel «Puppe, Spucknapf und Kanonenkugel: 500 Jahre Ortsgeschichte in acht Objekten». Für die Kuration der Ausstellung und deren bauliche Umsetzung mandatiert ist das Atelier für Konzeption, Szenografie und Grafik Schmauder Und GmbH. Es entstand laut Medienmitteilung ein Ort, der die Substanz des Gebäudes mit einer modularen Form der Vermittlung verbindet.
Die Ausstellung zeigt unter anderem eine französische Kanonenkugel und das Modell einer Höngger Trotte, die durch Beschuss auf vermutete russische Stellungen in der zweiten Schlacht um Zürich zerstört wurde. Anhand solcher Objekte werde gezeigt, wie lokale Ereignisse und Entwicklungen beeinflusst sind von Faktoren auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
Zusammenarbeit mit dem Schulkreis Waidberg
Auch weitere Fragen werden beantwortet: Warum erlebt Höngg seit 1850 eine stürmische Entwicklung mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl von 1500 auf 25 000 Personen? Warum verlor die Landwirtschaft an Bedeutung und warum entstand eine Textilindustrie, die sich jedoch nicht halten konnte?
Vorgesehen ist auch, dass Schülerinnen und Schüler die Ausstellung laufend weiterentwickeln und mit vertiefenden Fragestellungen, weitergehenden Inhalten und interaktiven Elementen ergänzen. Über die Agentur Hug History arbeitet der Verschönerungsverein dafür mit dem Schulkreis Waidberg zusammen.