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Kinder & Jugend

Übernachten in den Rütihütten

24. August 2016 von

Kinder Übernachten in den Hütten
Foto: Dagmar Schräder

Trotz wenig Schlaf schon wieder ziemlich munter.

Von

Online seit
24. August 2016

Printausgabe vom
25. August 2016
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Warum denn in die Ferne schweifen, wenn es hier so viel zu erleben gibt? In der letzten Ferienwoche öffnete der Bauspielplatz von Mittwoch bis Freitag seine Tore für alle Daheimgebliebenen und Rückkehrer. Zum Abschluss der «Sommerbauwoche» wurde gar auf dem Spielplatz übernachtet.

Nach einer wohl etwas kurzen Nacht sitzen neun Kinder, zwei Väter und der Spielplatzleiter Martin Laub an diesem Samstagmorgen bereits um acht Uhr am Lagerfeuer. Die Sonne hat die Übernachtungsgäste des Bauspielplatzes mit ihren warmen Strahlen schon früh aus den Federn gekitzelt. Während die Erwachsenen etwas zerknittert aussehen, sind die jungen Teilnehmenden voller Energie und Tatendrang. Der Stolz über das bestandene Abenteuer, einmal unter freiem Himmel, in den eigenen Hütten und in den meisten Fällen auch ganz ohne Eltern auf dem Bauspielplatz übernachtet zu haben, ist ihnen deutlich anzusehen.

Wo schläft sichs am besten?

Nun gibt es erst einmal Frühstück für alle Anwesenden: Schlangenbrot natürlich, wie immer, aber für einmal sogar mit Nutella. Hungrig sind sie, die Abenteurer, und nach einer solch aufregenden Nacht schmecken die warmen Brote mit der im Feuer geschmolzenen Nutella besonders köstlich. Während des Essens werden Helden- und Gruselgeschichten zum Besten gegeben. Mitten in der Nacht seien sie aufgestanden, berichten die Kinder und denken mit wohligem Schaudern an die spannenden Erlebnisse der dunklen Nacht zurück. Der Entscheidungsprozess, wer in welcher Hütte mit wem übernachte, sei nicht ganz einfach gewesen, ergänzen die Erwachsenen augenzwinkernd. Es habe grössere Umzugsbewegungen in der Nacht gegeben, von einer Hütte zur nächsten und dann doch wieder in die Burg. Schlussendlich hätten aber alle ihr Plätzchen gefunden und noch einige Stunden erholsamen Schlaf erhalten – und das ganz ohne nass zu werden. «Dieses Jahr haben wir auf Zelte verzichtet und es uns direkt in und auf den Hütten bequem gemacht», verrät Spielplatzleiter Martin Laub. «Wir haben einfach darauf vertraut, dass es nicht regnet». Die Entscheidung war richtig: Abgesehen von einigen ganz dezenten Tropfen am frühen Abend gab es keinen Niederschlag.

Schon vorbei – bald geht’s weiter

Der kündigt sich dafür aber jetzt an. Laub mahnt die Kinder, ihre Schlafsäcke, Luftmatratzen und Zahnbürsten einzupacken. Alle verloren geglaubten Taschenmesser und Uhren finden sich auf wundersame Weise wieder, die letzten Schlangenbrote werden vertilgt und die Glut des Lagerfeuers erlischt langsam. Sehr zum Bedauern der Kinder wird es nun Zeit, nach Hause zu gehen. Anders als an «normalen» Samstagen dürfen sie heute nicht an ihren Hütten weiterbauen, sondern müssen sich noch bis zur nächsten Woche, wenn die Schule wieder angefangen hat, gedulden. Und während die Erwachsenen sich darauf freuen, in ihrem weichen Bett vielleicht einige Stunden Schlaf nachzuholen, entwerfen die Kinder schon Pläne, was sie an den kommenden Nachmittagen auf dem Bauspielplatz so alles anstellen können. Zum Glück dauert es bis dahin nicht mehr allzu lange. Schon bald steht ausserdem ein weiteres Highlight der Bauspielplatz-Saison auf dem Programm: Das grosse Fest zum 10-Jahre Bauspielplatz-Jubiläum am 17. September. Grund genug also, sich auf die kommenden Tage und Wochen zu freuen.

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