Höngger.ch

12°C10°C am 25. April 2018
Politik / Im Blickfeld

Ja zu Tagesschulen

11. April 2018 von

Foto: zvg

Hans-Ruedi Joss, glp Kreispartei 6 & 10

Von

Online seit
11. April 2018

Printausgabe vom
12. April 2018
Beitrag bewerten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Am Sonntag, 10. Juni, stimmen wir in der Stadt Zürich unter anderem über die Vorlage der Pilotphase II für die Tagesschulen 2025 ab. Das Projekt geht auf Motionen der SP und der FDP zurück und ist politisch breit abgestützt. Die Grünliberalen unterstützen diese Vorlage

Es sind bereits sechs Zürcher Schulen, die nach dem Modell Tagesschule 2025 organisiert sind, darunter die Schule Am Wasser in Höngg. Die Mittagszeit der Kinder und Jugendlichen wird von aktuell 110 auf 80 Minuten gekürzt, wobei sichergestellt ist, dass alle eine warme Mahlzeit erhalten. Der finanzielle Beitrag einer Familie für diese Mittagessen beläuft sich auf sechs Franken pro Tag, an denen die Kinder auch am Nachmittag Unterricht haben. Je nach Stufe unterscheidet sich die Anzahl der Nachmittage, an denen auch Lektionen stattfinden. Darüber hinaus können die Eltern zusätzliche Betreuungsstunden für ihre Kinder buchen, zum Beispiel bis 18 Uhr. Mit diesem flexiblen Angebot wird vielen Eltern ermöglicht, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf umzusetzen, was die Chancengleichheit erhöht. Es ist den Eltern auch freigestellt, ihre Kinder vom Tagesschulbetrieb abzumelden, sofern sie sie über Mittag selber verköstigen wollen. Die Tagesschule 2025 basiert auf Freiwilligkeit. Ein weiterer Vorteil ist die sich bietende Möglichkeit, dass Lehrpersonen von Unterricht und Verantwortliche der Betreuung enger zusammenarbeiten können und sollen. Je nach konkreter Ausgestaltung profitieren alle Beteiligten, seien es die Kinder und Jugendlichen oder die Lehr- und Betreuungspersonen, von oft komplementären Kompetenzen, die Synergien ermöglichen und nachhaltig wirken.
Wenn der Unterricht je nach Stufe am Nachmittag um 15 oder 16 Uhr offiziell endet, besteht die Variante, dass die einzelnen Schulen mit Drittanbietern von Freizeitangeboten zusammenarbeiten können, um so gemeinsame Erlebnisse ausserhalb des Unterrichts zu schaffen. Mit der zur Abstimmung gelangenden Vorlage sollen neben den sechs bereits laufenden Tagesschulen 24 weitere Schulen auf diese Organisationsform umstellen. Die projektierten Kosten für die Umsetzung dieser Pilotphase II belaufen sich auf zirka 75 Millionen Franken, wobei in diesem Betrag etwa 22 Millionen Franken enthalten sind, die für bauliche und infrastrukturelle Anpassungen benötigt werden.
Die Grünliberalen sind überzeugt, dass mit dieser Vorlage ein bereits erfolgreiches Projekt gezielt weiter gefördert wird, zum Wohl unserer Kinder und Jugendlichen und im Interesse ihrer Eltern.

Hans-Ruedi Joss, glp Kreispartei 6 & 10

Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar.


500