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Politik / Im Blickfeld

Ja zu Lebensmitteln aus der Region

22. November 2017 von

Foto: zvg

Florian Utz, Gemeinderat SP10

Von

Online seit
22. November 2017

Printausgabe vom
23. November 2017
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Saisonale Lebensmittel aus der Region schmecken nicht nur gut, sie schonen auch die Umwelt. Wenn die Stadt Zürich für ihre Schulen oder Spitäler vermehrt regionale und saisonale Lebensmittel einkauft, profitieren alle: die Konsumentinnen und Konsumenten von frischen Produkten, und die Umwelt von einer Reduktion des CO2-Ausstosses.

Die Produktion von Lebensmitteln belastet das Klima stärker als der Verkehr: Während 31 Prozent des weltweiten CO2-Ausstosses auf die Lebensmittelproduktion zurückgehen, verursacht der Verkehr «nur» 19 Prozent der CO2-Emissionen. Wenn man also etwas gegen den Klimawandel unternehmen möchte, so kommt man um umweltschonende Lebensmittel – also saisonale Produkte aus der Region – nicht herum. Bei ihnen ist der CO2-Ausstoss nämlich gleich in doppelter Hinsicht tiefer: Einerseits braucht die saisongerechte Produktion weniger Energie, und andererseits sind die Transportwege kürzer.

Auf diesen Überlegungen beruht der Gegenvorschlag des Gemeinderates zur Volksinitiative «Nachhaltige und faire Ernährung». Mit dieser Vorlage werden die Behörden beauftragt, eine umweltschonende Ernährung zu fördern – also eben eine solche mit regionalen und saisonalen Produkten. Wenn beispielsweise die städtischen Schulen, die Alterszentren oder die Stadtspitäler vermehrt saisonales Gemüse oder Schweizer Bio-Fleisch einkaufen, so hat das für die Umwelt einen grossen Effekt: So verursacht beispielsweise eine herkömmliche Tomate aus der Schweiz rund zehn Mal weniger CO2-Emissionen wie eine Hors-sol-Tomate aus Spanien.

Billig-Importe schaden der Umwelt

Diese Form von Umweltschutz ist auch gut für die Konsumentinnen und Konsumenten – schliesslich schmeckt die frisch gepflückte Tomate weitaus besser als das fade Hors-sol-Produkt. Der einzige Nachteil von regionalen Lebensmitteln liegt darin, dass sie teilweise etwas teurer sind als ausländische Importe. Da aber die Wertschöpfung in der Region bleibt – bei den Schweizer Bäuerinnen und Bauern sowie beim lokalen Gewerbe –, stehen diesen Mehrkosten zusätzliche Steuereinnahmen und neue Arbeitsplätze gegenüber. Deshalb geht die Rechnung am Ende auch für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auf. Der Gegenvorschlag des Gemeinderates zur Volksinitiative «Nachhaltige und faire Ernährung» verdient ein Ja. Er fördert saisonale und regionale Produkte, ohne irgendwelche Verbote auszusprechen. Das nützt allen: den Bäuerinnen und Bauern, dem lokalen Gewerbe sowie den Konsumentinnen und Konsumenten. Und, nicht zuletzt: der Umwelt.

Florian Utz, Gemeinderat SP Kreis 10

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