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Höngger Samariter trainierten auf der Werdinsel

1. Juli 2015 von

Foto: zvg

Kursleiter Fredi Schenkel zeigt den Halsschienengriff.

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Samariterin Gerda Fäh mit den Babyphantomen.

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Beatmung des Babyphantoms.

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Nothilfe ist immer Teamwork.

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Gleich geht’s zum ersten Kindernotfall.

Von

Online seit
1. Juli 2015

Printausgabe vom
02. Juli 2015
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Am Dienstag, 23. Juni, trafen sich 20 Personen zum sommerlichen Training auf der Werdinsel. Mit dabei waren 16 Samariter und vier Gäste. Zusammen widmeten sie sich dem aktuellen Thema «Kindernotfälle in der Badeanstalt».

Der Samariterverein Zürich-Höngg, kurz SVH, organisiert neun Mal pro Jahr eine abendliche Weiterbildung für seine Mitglieder. Diesmal sollte das Thema zum Sommer passen, darum wurde die Höngger Sektion der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft, kurz SLRG, um Mithilfe angefragt.

Spannende Referate, eindrückliche Kurzfilme

So begann der Abend für die eine Gruppe mit spannenden Referaten von Pool-Experte Kevin Grab und Simon Köchling, dem Betriebsleiter des Flussbades Au-Höngg. Sie präsentierten eindrückliche Kurzfilme und aktuelle Zahlen aus der Unfallstatistik. Erschreckend ist die Bilanz auf der Werdinsel: dieses Jahr sind schon zwei junge Männer ertrunken.
Die Experten erwähnten die häufigsten Fehler, die zu Ertrinkungsunfällen in Schweizer Gewässern führen. Gerade bei Kleinkindern reicht es nicht, sie aus der Ferne zu beaufsichtigen. Schwimmhilfen sind kein Schutz vor Ertrinken, darum müssen Erwachsene stets in Reichweite bleiben.

Szenario: Vom Klettergerüst gefallen

Angeleitet von Andrea Nüesch, Kursleiterin beim SVH, vertiefte sich die andere Gruppe in die Erste-Hilfe-Massnahmen bei typischen Kindernotfällen. Die gestellte Unfallsequenz zeigte ein Kind, das vom Klettergerüst gefallen war und beurteilt werden musste. Die Samariter sollten als Erstes zum Schutz der Halswirbelsäule den Kopf fixieren und anhand der Fähigkeit von Augen öffnen, Sprache und Bewegung den Bewusstseinszustand beurteilen. Wie reagiert ein Kind mit leichter Hirnerschütterung? Was deutet auf ein schweres Schädelhirntrauma hin und erfordert die sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes? Was wären Zeichen einer Wirbelsäulenverletzung? Diese Fragen wurden in der Gruppe diskutiert und teilweise mit eigenen Erfahrungsberichten ergänzt.

Was beachten bei einem Bienenstich?

Weiter ging es mit dem Thema allergische Reaktion. Was gilt es zu beachten bei einem Bienenstich? Wie kann man eine ungefährliche lokale, allergische Reaktion von einer möglicherweise lebensbedrohlichen unterscheiden? Die Teilnehmenden repetierten ihr Wissen und zeigten, wie ein korrektes Beratungsgespräch ablaufen sollte. Zusätzlich wurde auf die eventuell nötige Applikation von Notfallmedikamenten hingewiesen.
Die letzte halbe Stunde bot die Gelegenheit, Wiederbelebungsmassnahmen bei Kindern zu üben. Es standen Trainingsphantome in zwei verschiedenen Grössen, Baby und Kindergartenkind, zur Verfügung. Wo ist der korrekte Druckpunkt für die Herzmassage? Wie beatmet man einen Säugling?
Bei aller Ernsthaftigkeit blieb auch Zeit für humorvolle Bemerkungen und fröhliche Gemeinschaft. Das Fazit der Übungsleitung: die Aktivmitglieder sind für ihren freiwilligen Einsatz im Quartier bereit! Gerade jetzt im Sommer stehen den Samaritern viele Stunden Sanitätsdienst mit Kindern bevor. Zum Glück überwiegen dabei Sportverletzungen wie Schürfwunden und Verstauchungen.

Eingesandt von Andrea Nüesch, Samariterverein Zürich-Höngg

 

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