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Höngg persönlich: Peter Ruckstuhl

31. Mai 2012 von

Foto: Malini Gloor

Stets auf dem Sprung und alles dabei, auch das Lächeln im Gesicht: Peter Ruckstuhl auf dem Weg zur Kundschaft.

Von

Online seit
31. Mai 2012

Printausgabe vom
31. Mai 2012
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Peter Ruckstuhl kennt so gut wie jeden Haushalt in Höngg: Er ist seit vielen Jahren Elektriker und kommt, wenn’s eben nicht mehr brennt – ob Steckdose oder Lampe, er findet immer eine «Erleuchtung».

Als Höngger Bub bin ich an der Brunnenwiesenstrasse aufgewachsen. Es gefi el mir so gut, dass ich heute noch dort wohne», erzählt der dynamische 54-Jährige, dem man die fünf Jahrzehnte gar nicht geben würde. «Mein grosses Hobby von klein auf war Fussball. Noch heute engagiere ich mich im Sportverein Höngg (SV Höngg).» Früher spielte er in der zweiten Liga als Verteidiger, bis eine Knieverletzung ihn zur Aufgabe des Fussballsports zwang. Seither «chrampfe ich im Hintergrund», sagt er mit einem Lächeln. Seit dreissig Jahren ist er Spielsekretär beim SV Höngg. Das bedeutet, dass er für die Koordination aller Aktiven und Junioren verantwortlich ist. «Mit dem SV Höngg bin ich sehr stark verbunden», sagt er zu seinem Einsatz. Daneben engagierte er sich 25 Jahre in der freiwilligen Feuerwehr.

Am Mittwochnachmittag im Elektrogeschäft ausgeholfen

Peter Ruckstuhl absolvierte seine Lehre als Elektriker bei Furrer & Co. Elektro an der Bläsistrasse. Es sei ihm schon in der zweiten Sekundarstufe klar gewesen, dass er seine Lehre dort machen würde: «Mein Schulweg führte bei Furrer & Co. Elektro vorbei, und da mich dieses Metier so faszinierte, durfte ich jeweils am Mittwochnachmittag im Geschäft aushelfen.» Als er die Schulzeit beendet hatte, startete er in der Elektriker-Lehre durch: «Schon damals dauerte die Lehre vier Jahre. Da ich gerne lernte, besuchte ich zusätzlich noch die Berufsmittelschule.» Seine Kollegen in der «Bude» seien schon etwas eifersüchtig gewesen: «Für die hatte ich einfach einen Tag mehr frei, da ich zwei anstatt einen Tag in die Berufsschule ging. Naja, für mich waren dies nicht zwei freie Tage, sondern Tage, die mit Lernen ausgefüllt waren. Zudem holte ich diesen einen zusätzlichen Tag jeweils am Samstag nach», erinnert sich Peter Ruckstuhl. Seit 1980 arbeitete er bei Marolf & Co. Bei Hans Marolf, der sein Geschäft an der Limmattalstrasse 211 hatte, blieb er sage und schreibe 31 Jahre – bis zu dessen Pensionierung. Und Peter Ruckstuhl ist immer noch da: Ende 2011 übernahm Beat Stiefel die Firma Marolf & Co. und somit auch den langjährigen Mitarbeiter. Für beide ist es eine ganz neue Situation: «Mein neuer Chef ist jünger als ich, gerade mal 27 Jahre alt. Aber es klappt tiptop, er hat ‹Pfupf›, und zusammen bringen wir in jeden Haushalt Licht!» Beat Stiefel, der das Geschäft in Elektro Stiefel GmbH umbenannt hat, lobt seinen genau doppelt so alten Mitarbeiter: «Bei Peter weiss ich, dass er gut und mit immensem Fachwissen arbeitet. Bei vielen jungen Elektrikern ist noch nicht so viel Wissen vorhanden. Zudem arbeitet er mit Methoden, die die Jungen oftmals nicht mehr kennen. Und da er mit Kunden aller Art bestens umgehen kann, weiss ich: Ich kann Peter zu allen schicken», lobt Beat Stiefel, der diplomierter Elektroinstallateur ist.

«Trage alles auf Mann»

Ist Peter Ruckstuhl unterwegs zu Kunden, so trifft man ihn im blauen Kittel und mit seinem Koffer, der einen Elektrobohrer enthält sowie diverse Utensilien wie ein Messgerät für die Stromspannung oder eine Einzugssaite, mit der man Drähte einzieht. «Ich muss für alles gerüstet sein. Egal ob ein Schalter defekt ist, eine Lampe plötzlich nicht mehr geht oder bloss ein Leuchtmittel, also eine Birne, ausgewechselt werden muss – ich habe immer alles dabei und trage es sozusagen ‹auf Mann›.» Besonders ältere Hönggerinnen und Höngger seien froh um einen raschen Service: «Für sie ist das Birnenwechseln schwierig oder nicht durchführbar, besonders, wenn es sich um Neonröhren und Ähnliches handelt.» Zeit für ein kurzes Schwätzchen nehme er sich, das gehöre zur Kundenpfl ege schlicht dazu. Und wenn dann noch ein Bild schief an der Wand hänge, so sei es doch klar, dass er es richte, schliesslich habe er den Bohrer ja sowieso dabei.

Geht nicht gibt’s nicht

Was hat sich in all den Jahrzehnten geändert? «Einerseits sind die Sicherheitsvorschriften strenger geworden. Dies macht die Arbeit aufwändiger und dementsprechend etwas teurer. Dann ist aber auch die Zeit hektischer geworden. Für einen Kaffee reicht es tagsüber nicht mehr. Trotzdem würde ich meinen Beruf wieder wählen.» Wer übrigens meint, jetzt, wo auch das Ladenlokal an der Limmattalstrasse 211 nicht mehr bestehe, könne man nichts mehr kaufen, täuscht sich: An der Limmattalstrasse 67, wo Elektro Stiefel sein Domizil hat, kann man alles bestellen: «Ein kurzer Anruf genügt, und wir besorgen das Gewünschte. Handelt es sich zum Beispiel um ein spezielles Leuchtmittel, so ist es gut, ein Muster vorbeizubringen», führt Beat Stiefel aus.

Elektro Stiefel
Beat Stiefel
Limmattalstrasse 67
8049 Zürich
Telefon 044 341 17 17
www.elektro-stiefel.ch
E-Mail: info@elektro-stiefel.ch
Öffnungszeiten nach telefonischer Vereinbarung

 

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