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Eröffnungsfest im Schulhaus Bläsi

5. Oktober 2016 von

Foto: Dagmar Schräder

Die Kindergärtner beim Singen

Foto: Dagmar Schräder

Tanzvorführung der Schülerinnen und Schüler

Foto: Dagmar Schräder

David Zimmermann, Urs Berger und Alfred Scherer

Foto: Dagmar Schräder

Das Bläsi- Lied wird gemeinsam gesungen...

Von

Online seit
5. Oktober 2016

Printausgabe vom
06. Oktober 2016
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Am Freitagabend, den 30. September, beging das Schulhaus Bläsi ein grosses Fest zur Feier der Neueröffnung. Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Eltern genossen einen ausgelassenen Spätsommerabend.

Seit mehr als 100 Jahren, genauer genommen seit dem Jahr 1907, wird im alten Schulhaus Bläsi am Meierhofplatz gelehrt und gelernt. Ganze Generationen von Hönggerinnen und Hönggern haben hier ihre Primarschulzeit durchlaufen und dem Gebäude eine reichhaltige und bewegte Geschichte beschert. Ganz spurlos sind diese 100 Jahre allerdings nicht am «Bläsi» vorbeigegangen, so dass im Jahr 2013 eine Gesamtsanierung notwendig wurde. Zu diesem Zweck musste das gesamte Schulhaus samt Inventar in eine provisorische Containersiedlung auf dem Pausenplatz umziehen. Im Oktober 2015, nach zweijähriger Umbauphase, erhielten die 180 Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrpersonen das alte Schulhaus im neuen Glanz wieder zurück. Fast ein Jahr später war nun endlich Gelegenheit, die Neueröffnung noch einmal ausgiebig zu feiern.

Ein Brunnen aus Schokolade und viele Spiele

Zu diesem Zweck hatten sich alle Beteiligten mächtig ins Zeug gelegt: So hatte etwa der Elternrat der Schule ein reichhaltiges Buffet organisiert, das von den einzelnen Eltern mit süssen und herzhaften Kleinigkeiten bestückt worden war und an dem sich alle Gäste gratis verköstigen durften. Besonders beliebt, insbesondere bei den jüngeren Besucherinnen und Besuchern, waren die beiden kulinarischen Hauptattraktionen – der Schokobrunnen und die Popcorn-Maschine. Klaglos nahmen hier die Kinder selbst längere Wartezeiten in Kauf, um anschliessend stolz ihren Fruchtspiess unter den Wasserfall aus Schokolade halten und ihrem Popcorn beim Platzen zuschauen zu dürfen. Ergänzt wurde das Angebot durch den «Restaurant – Kiosk Werdinsel», der den Gästen zum Abendessen eine kleine Auswahl an warmen Gerichten anbot. Wer dann satt war, der konnte sich an den diversen Spielständen der einzelnen Klassen vergnügen – vom Glücksrad über die Tombola zugunsten des WWFs bis hin zum Büchsenschiessen wurden die Besucherinnen und Besucher bestens unterhalten.

Showeinlagen und eine Führung durchs Haus

Unterhaltsam ging es auch auf der Festbühne vor der Turnhalle zu: Ein dichtes Showprogramm sorgte hier für Kurzweil. Während die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner des zweiten Kindergartens das Publikum mit ihren Liedern entzückten, bewiesen auch die Fünft- und Sechstklässler und – innen ihr Können und wurden begeistert gefeiert. Auch die Schulhausband überzeugte mit ihrer Version von «Let it be» und sorgte für so manch nostalgisches Seufzen im Publikum. Hochkarätige musikalische Einlagen der Musikschule rundeten das Showprogramm ab. Dazwischen blieb gerade genug Zeit, um an einer der Führungen durch das sanierte Schulhaus teilnehmen zu können. Stefan Unger, der Bauleiter, der die Sanierungsarbeiten geleitet hatte, berichtete hier vor Ort über den Umbau. Nicht ganz einfach sei es gewesen, so Unger, in dem denkmalgeschützten Haus die notwendigen Arbeiten durchzuführen. «Der Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäude hat uns vor besondere Herausforderungen gestellt. Während der Bauarbeiten hat sich herausgestellt, dass hier eigentlich bei sämtlichen Sanierungsschritten die auf dem Bau jeweils üblichen Standardlösungen nicht anwendbar waren», so Unger zu den Gästen. Vom Farbkonzept der Bodenplatten in den einzelnen Stockwerken bis hin zur Wahl des Metalls der Regenschirmständer wurde stets darauf geachtet, die Sanierungsarbeiten so schonend und originalgetreu wie möglich durchzuführen. Die Mühe hat sich gelohnt: Mit neuen sanitären Anlagen, einem zusätzlichen Heizsystem und besser isolierenden Fenstern ist das Gebäude nun energetisch aufgewertet und hat dennoch seinen alten Charme beibehalten. Zusätzlich wurde ein behindertengerechter Fahrstuhl neu in das Gebäude integriert sowie die Beleuchtung im ganzen Haus erneuert – Glühbirnen wurden durch LED-Lampen ersetzt. Zum Abschluss seiner Führung präsentierte Unger schliesslich stolz «das Juwel» der Sanierungsarbeiten, wie er es nannte: Den neuen Mehrzwecksaal im obersten Stock, der vor allem für die Musikschule, aber auch für den normalen Schulbetrieb genutzt wird. Er ist flexibel in mehrere Räume unterteilbar, besitzt akustische Decken und eine phantastische Aussicht über die ganze Stadt. Hier werden nicht nur Musikstunden gegeben, sondern auch Konzerte und Veranstaltungen durchgeführt.

Offizieller Dank

Mit den offiziellen Festansprachen wurde nun auf der Festbühne der letzte Akt der Feierlichkeiten eingeleitet. Schulleiter David Zimmermann, Alfred Scherer, der Leiter der Musikschule, sowie Urs Berger, der Präsident der Kreisschulpflege Waidberg, dankten in ihren Festreden der Stadt Zürich als Bauherrin sowie allen, die am Bau beteiligt gewesen waren, für den gelungenen Umbau: den Architekten, der Bauleitung, den Landschaftsarchitekten für die Neugestaltung des Aussenraums sowie Eltern, Lehrpersonen und natürlich den Kindern für ihre Geduld während des Umbaus.

Ein feuriger Abschluss

Auch für ihre Geduld während der Festansprachen wurden die Kinder belohnt: Zum Abschluss des Abends verwandelte sich die Festbühne für sie in eine Disco. Hier konnten sie die, angesichts der fortschreitenden Uhrzeit, bei dem einen oder anderen aufkommende Müdigkeit noch einmal so richtig ausgelassen wegtanzen, bevor die Schulleitung das «Bläsi-Lied» anstimmte und den Startschuss zum grossen Finale, der von allen mit Spannung erwarteten Überraschung, gab. Funkelnd leuchtete über dem Dach des Schwimmbads ein farbenfrohes Feuerwerk auf und wurde von den Zuschauern mit begeistertem Applaus quittiert. Das neue, alte Schulhaus Bläsi ist damit offiziell eingeweiht.

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