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Politik / Im Blickfeld

Verkehrswachstum quartierverträglich bewältigen

11. Juli 2018 von

Foto: zvg

Alexander Jäger, Gemeinderat FDP

Von

Online seit
11. Juli 2018

Printausgabe vom
12. Juli 2018
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Der Ausbau der ETH Hönggerberg wird in Höngg und Affoltern auf breiter Ebene diskutiert. Die erhebliche bauliche Erweiterung, die eine Anpassung des kantonalen Richtplans verlangt, soll grundsätzlich nach innen erfolgen.

Die Personenfrequenzen werden gemäss ETH von heute rund 11’500 Personen, die auf dem Campus Hönggerberg studieren und arbeiten, auf rund 13’500 Personen im Jahr 2020 zunehmen; im Jahr 2040 könnten es gar über 20’000 Personen sein. Diese Zunahme wird unweigerlich ein Verkehrswachstum nach sich tragen. Daher deponierten die FDP-Kantonsräte Beat Habegger und ich eine schriftliche Anfrage beim Regierungsrat, in welcher sie Auskunft verlangen über die Verkehrsentwicklung am ETH Campus und die Auswirkung auf die beiden Quartiere.
Gemäss Mobilitätsbefragung der ETH kommen heute bereits 75 Prozent der ETH-Angehörigen mittels ÖV auf den Hönggerberg (22 Prozent zu Fuss und mit Velo, 3 Prozent MIV). Mit dem ÖV erfolgt die Erschliessung des Hönggerbergs über die drei Buslinien 37, 69 und 80. Zudem finanziert die ETH bereits heute einen Pendelbus (ETH Link) zwischen ETH Zentrum und ETH Hönggerberg und wird die Frequenzsteigerung der Buslinie 80 auf einen Sechs-Minuten-Takt während den Stosszeiten bis Ende 2019 vorfinanzieren. Dafür gebührt der ETH ein grosser Dank.
Trotzdem sind bezüglich Verkehr noch viele Fragen offen: Die Busse (Linien 80, 69 und 37) sind zu Spitzenzeiten heute bereits voll; mehr und grössere Fahrten sind zwar möglich, bedeuten aber auch eine stärkere Belastung für die Wohnquartiere. Wie sehen die künftigen Personenfrequenzen aus? Werden die Linien elektrifiziert? Welche anderen Massnahmen sind geplant für eine quartierverträgliche Entwicklung?
Generell möchten Beat Habegger und ich vom Regierungsrat wissen, wie er die Verkehrserschliessung des ETH-Campus mittels Öffentlicher Verkehr verbessern will. Schliesslich fragen wir auch, ob die für ihre Forschungsstärke und Innovationskraft bekannte ETH eine zukunftsfähige Erschliessung des Hönggerbergs geprüft hat und wie es um den Stand der Planung steht. Die Antwort des Regierungsrates wird nach den Sommerferien eintreffen.

Alexander Jäger, Kantonsrat FDP

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