Wie bewusst gestaltete Räume den Stress senken und das Wohlbefinden steigern

Neujahrsenergie nutzen: Der Januar lädt ein, neu hinzusehen. Auf Routinen, auf Gewohnheiten – und auf Räume, die mehr Einfluss auf unser Wohlbefinden haben, als wir oft wahrnehmen.

Räume wirken harmonischer, wenn sie klar gegliedert sind. (Foto: Raumschliff)

Ein Beitrag von Raumschliff aus Höngg, Interior ReDesign mit Fokus auf funktionale Ästhetik und nachhaltige Raumoptimierung

Der Jahreswechsel ist weit mehr als ein Kalenderwechsel – er markiert psychologisch einen Neustart. Studien aus der Verhaltenspsychologie belegen, dass sogenannte «Temporal Landmarks» («zeitliche Bezugspunkte») wie Jahresanfänge unser Gehirn motivieren, alte Muster zu überprüfen und neue Gewohnheiten zu etablieren. Es ist ein kognitiver Reset – ein emotionaler wie auch räumlicher Übergang vom Alten zum Neuen. Kein Wunder also, dass viele Menschen genau jetzt das Bedürfnis verspüren, aufzuräumen, auszusortieren, Ballast abzuwerfen.

Foto: Raumschliff Höngg

Warum diese Aufbruchsstimmung nicht auch nutzen, um die eigene Wohnumgebung neu zu denken? Denn ein klar gestalteter, gut funktionierender Raum wirkt nachweislich stressreduzierend. Das Gehirn kann besser entspannen, wenn visuelle Reize minimiert sind und Ordnung herrscht. Ein harmonisch eingerichteter Raum aktiviert dieselben Glückshormone wie Musik, soziale Nähe oder – ja – Schokolade. Wenn wir Ästhetik erleben, sei es in Form von Kunst, einem stimmigen Raum oder einem besonderen Möbelstück, schüttet das Gehirn Dopamin aus. Wohnästhetik beeinflusst also unmittelbar unsere Stimmung und unser Wohlbefinden – und zwar langfristig.

Ein frischer Blick

Viele kennen das Gefühl: Ein Raum funktioniert nicht ganz, wirkt unharmonisch oder unruhig. Man arrangiert sich damit und blendet es im Alltag aus. Doch besonders im Januar – wenn die Tage grau und kurz sind – kann eine bewusst gesetzte Veränderung in den eigenen vier Wänden überraschend viel Positives auslösen. Ein frischer Blick auf das Zuhause wirkt wie ein mentaler Energieschub.

Foto: Raumschliff Höngg

Dabei muss ein harmonischer Raum weder teuer noch radikal neu eingerichtet werden. Schon mit wenigen gezielten Anpassungen lässt sich ein Raum so verändern, dass er ästhetisch wirkt, funktional ist und sich gut anfühlt. Mit Bestehendem zu arbeiten und nur gezielt zu ergänzen, ist nicht nur budgetfreundlich, sondern auch nachhaltig – ein Ansatz, den Raumschliff, ein Raumgestaltungs-Studio für funktionale und atmosphärische Raumkonzepte, besonders betont. Die folgenden Tipps stammen ebenfalls von Raumschliff.

Drei einfache Gestaltungstricks für mehr Ruhe, Struktur und Wohlbefinden

  1. Stauraum optimieren
    Beim Durchgehen eines Raums lohnt sich ein bewusster Blick auf sichtbare Gegenstände. Eine Faustregel lautet: 80 % der Dinge sollten unsichtbar verstaut sein, nur 20 % dürfen sichtbar bleiben. Wenn dieses Verhältnis noch nicht stimmt, helfen geschlossene Regale, Körbe, Hocker mit Innenfach oder Aufbewahrungsboxen. Weniger visuelle Reize bedeuten mehr Ruhe.

    Zonen definieren
    Räume wirken harmonischer, wenn sie klar gegliedert sind. Ein Teppich unter der Sofalandschaft sorgt für Zusammenhalt – idealerweise berühren alle Möbel das Teppichfeld mindestens mit den Vorderbeinen. Auch Raumteiler wie Regale oder Holzlamellen können Räume strukturieren und Atmosphäre schaffen, ohne sie optisch zu verkleinern.


  2. Farbkonzept festlegen
    Ein stimmiges Farbsystem ist zentral. Drei Varianten eignen sich besonders gut:

    Monochrom: auf eine Farbe setzen und diese in hellen bis dunklen Abstufungen einsetzen.

    Komplementär: zwei gegenüberliegende Farben im Farbkreis – z. B. Blau und Orange oder Rot und Grün.

    Verbundenes Schema: Wer es bunt mag, kann bis zu fünf benachbarte Farben im Farbkreis harmonisch kombinieren.

    Wichtig: Farben ausserhalb des gewählten Schemas sparsam oder gar nicht einsetzen.


Fazit:

Der Jahresbeginn bietet die ideale Gelegenheit, nicht nur persönliche Ziele neu auszurichten, sondern auch den eigenen Lebensraum. Kleine Veränderungen können grosse Wirkung entfalten – emotional, atmosphärisch und funktional. Wer bewusst gestaltet, gestaltet immer auch seine Lebensqualität mit.

Quelle: Raumschliff/Karin Strinimann 

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