Temporäres Einbahnregime sorgt für Fragen im Quartier

Wegen Bauarbeiten in der Wieslergasse und in der Singlistrasse hat die Stadt Zürich temporäre Verkehrsmassnahmen in der Riedhofstrasse umgesetzt. Hinzu kommt, dass sich die Arbeiten verzögern.

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Einfahrt verboten in der Riedhofstrasse. (Foto: zvg)

Im September informierte das Tiefbauamt der Stadt Zürich über die Erneuerung der Abwasserkanalisation, der Werkleitungen sowie des Strassenoberbaus in der Wieslergasse (Abschnitt Limmattal- bis Riedhofstrasse) und in der Singlistrasse (Abschnitt Wieslergasse bis Riedhofstrasse).

Im Zuge dessen teilte die Stadt mit, das Quartier vor Schleichverkehr schützen zu wollen. Deshalb wurde die Riedhofstrasse ab der Singlistrasse bis zum Haus Nr. 35 als Einbahnstrasse geführt. Für Anwohnende der Imbisbühlstrasse und der Riedhofstrasse ist die Wegfahrt nur via Frankentalerstrasse möglich (der «Höngger» berichtete).

Schild wurde von Unbekannten umgedreht

Mittlerweile wurde an der Riedhofstrasse eine feste Signalisation für das Einbahnregime eingerichtet. Dieses sei jedoch weiterhin temporär, wie die Stadt auf Anfrage mitteilt. Die Massnahme wurde nötig, weil das frühere Schild von Unbekannten wiederholt umgedreht worden war. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Signalisation wieder entfernt werden.

Stimmen aus der Leserschaft

Das temporäre Einbahnregime hat bereits Zuschriften an die Redaktion der «Höngger Zeitung» ausgelöst. Offenbar herrscht Verunsicherung, da das entsprechende Verkehrsschild fest installiert wurde. Die Verkehrsführung wurde dabei als «unfassbar» und gar als Schikane bezeichnet.

Das Einbahnregime wird noch eine Weile bestehen bleiben, da sich der Abschluss der Bauarbeiten verzögert habe, wie das Tiefbauamt mitteilt. Ursprünglich war vorgesehen, die Imbisbühlstrasse und die Wieslergasse in den betroffenen Abschnitten bis Mitte Dezember 2025 zu sperren.

Aus bautechnischen Gründen und aufgrund einer leichten Verzögerung wurde nun entschieden, die Sperrung bis auf Weiteres beizubehalten. Die Baustelle ist derzeit bis Juni 2026 geplant.

1 Kommentare


Tom

17. Dezember 2025  —  20:59 Uhr

In der Zwischenzeit wurden die Tafeln an der Riedhofstrasse umgetauscht. Nun ist es nicht mehr möglich, von der Riedhofstrasse direkt ins Zentrum Höngg zu gelangen. Offenbar weiss hier die eine Hand nicht, was die andere tut. Das Quartier mit dieser Massnahme vor Schleichverkehr zu schützen, ist eine fadenscheinige Begründung eines Schreibtischtäters, der nie vor Ort war. Eine wirkliche und viel effizientere Variante wäre gewesen, Fahrverbotstafeln aufzustellen mit dem Hinweis «Zubringerdienst gestattet». So müssten Anwohner nicht völlig sinnlose Mehrkilometer und Mehrkosten auf sich nehmen. Fazit: alles in allem eine völlige Farce und auch Schikane für Anwohner.

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