Quartierleben
Suuser, Sonne und «Traktor-Beerli»: Das 46. Wümmetfäscht hat begonnen!
Bei strahlendem Wetter und bester Stimmung ist das Höngger Quartierfest in seine 46. Ausgabe gestartet. Zum Auftakt floss der Suuser, und es wurde auf die diesjährige, besonders frühe Weinernte angestossen.
25. September 2026 — Redaktion Höngger
Um Punkt 18 Uhr setzte sich heute, 25. September, bei der Haltestelle Wieslergasse der Eröffnungszug für das Wümmetfäscht in Bewegung. Bei strahlendem Wetter fuhr zuvorderst die Höngger Jodlerin Luise Beerli auf einem Traktor mit. Das kam nicht von ungefähr: In ihrer Jugend war Beerli in Höngg als «Traktor-Beerli» bekannt, da sie mit einem solchen stets durch das Dorf fuhr. In ihrer Höngger Tracht wirkte sie heute fast wie die Fürstin von Höngg – und vom Strassenrand wurde ihr kräftig zugejubelt.
Ihr folgten der traditionelle Suuserwagen, die Tambourengruppe und schliesslich das Organisationskomitee des Wümmetfäschts mit Stadtrat Andreas Hauri sowie den Höngger Winzern Karin Schär, Urs Zweifel und Daniel Wegmann. Den Schluss des Zuges bildeten verschiedene Delegationen Höngger Vereine: darunter der Frauen- und der Männerchor Höngg, die Cantata Prima und die Zürcher Freizeit-Bühne, die Standschützen Höngg sowie das Musicalprojekt Zürich 10.
Die Ansprachen
Auf dem Kirchplatz wartete bereits eine beachtliche Menschenmenge, und an den Essensständen herrschte schon Hochbetrieb. Die Glocken der reformierten Kirche läuteten und die Mitglieder der Hönggermusik spielten festliche Fanfaren. Anschliessend traten Stadtrat Andreas Hauri sowie das Wümmetfäscht-Co-Präsidium Nicole Kraft und Rolf Pulfer auf die Treppe des «orangen Hauses» von Marcel Knörr.
Kraft begrüsste gut gelaunt das Publikum, die Sponsoren und die geladenen Gäste. Sie stellte Hauri auch die Frage, ob er und seine Kollegen im Stadtrat den Wein ebenfalls schätzen. «Wir Stadträtinnen und Stadträte sind meistens einmal im Jahr hier oben in Höngg, wo wir unter anderem den Wein vom Chillesteig probieren. Und wir machen das wahnsinnig gerne», sagte Hauri.
Eine gute Ernte, trotz Hitzewellen
Danach sprach Stadtwinzerin Karin Schär von Grün Stadt Zürich über die diesjährige Ernte: «Der Höngger Wein ist bombastisch herausgekommen.» Der heisse Sommer sei auch den Trauben zugutegekommen. «Wir haben geschwitzt, und die Trauben wurden ebenfalls gefördert.» Deshalb sei es dann Schlag auf Schlag gegangen, und die Trauben hätten rasch geerntet werden können.
Önologe Urs Zweifel betonte ebenfalls das heisse Wetter und den frühen Wümmet: «Es ging schnell. Innerhalb eines Monats haben wir alles geerntet. Wir haben am 30. August angefangen – so früh wie noch nie. Und wir sind noch nicht einmal im Oktober und schon fertig. Das ist der Wahnsinn.»
Auch Daniel Wegmann blickte auf die besonderen Bedingungen dieses Sommers zurück. Zu Beginn der Saison habe es teilweise noch Regen gegeben, was sehr geholfen habe. Schliesslich sei die Weinlese sehr rasch vorangegangen. Die vielen Helfenden seien bei Temperaturen von bis zu 35 Grad an ihre Grenzen gekommen. «Das haben wir noch nie erlebt. Nichtsdestotrotz sind alle gesund, und ich glaube, es kommen auch alle Helfer heute oder morgen ans Wümmetfäscht.»
Schliesslich stach Andreas Hauri unter grossem Beifall den Suuserwagen an. Der Suuser sei von Grün Stadt Zürich gesponsert worden, erklärte Rolf Pulfer. Rund 200 Liter sollen sich im Fass befinden. Und nach diesem Auftakt ging es richtig los: Das Publikum verteilte sich auf dem Festareal. Das 46. Wümmetfäscht ist damit offiziell eröffnet.
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