Reguläres Angebot ab 2027: Gratis STI-Tests

Die gratis Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten haben sich bewährt: Der Gemeinderat hat entschieden, das Angebot regulär fortzuführen. Ab 2027 gilt es zudem für Menschen bis 30 Jahre.

Das Angebot der gratis STI-Tests wird regulär weitergeführt. (Symbolbild: Freepik.com)

Der Verein Sexuelle Gesundheit Zürich SeGZ hat mit den beiden Testzentren Checkpoint Zürich und TEST-IN ab Juni 2023 das Pilotprojekt «Gratistests für sexuell übertragbare Infektionen für Menschen aus der Stadt Zürich bis 25 Jahre oder mit einer KulturLegi» der Stadt Zürich, umgesetzt.

Wie einer Medienmitteilung von SeGZ zu entnehmen ist, geht diese kostenlose Beratung und Testung in ein reguläres Angebot über. Ab Juni 2027 können sich Menschen aus Zürich neu bis 30 Jahre oder mit einer KulturLegi kostenlos auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.

Ziel des Projekts war es, die Zugangsbarrieren für diese wichtige Prävention zu minimieren, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und Hürden beim Zugang zu Beratung und Tests abzubauen. Durch das Projekt soll das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit gestärkt und die Testbereitschaft erhöht werden. Nach zwei Jahren wurde eine positive Zwischenbilanz des Pilotprojekts gezogen, über die Stadtrat Andreas Hauri an einer Medienkonferenz berichtete:

Gratis Tests: Reguläres Angebot

Der Gemeinderat der Stadt Zürich hat am 7. Januar 2026 beraten, dieses erfolgreiche Projekt als reguläres Angebot fortzuführen und die Zielgruppe zu erweitern. Gemäss Medienmitteilung sagt Marco Denoth, Präsident der SeGZ: «Die SeGZ hat das Pilotprojekt umgesetzt und durfte so einen wichtigen Beitrag zur Senkung von sexuell übertragbaren Infektionen leisten. Wir sind sehr froh, dass es nun als reguläres Angebot weitergeführt wird». Denoth hat vor fast 8 Jahren die Forderung nach Gratistests im Gemeinderat gestellt.

Zudem freut sich die SeGZ über den Auftrag des Gemeinderates an den Stadtrat, ein weiterer Pilot für das kostenlose Test- und Beratungsangebot für Menschen ab 49 Jahren aus der Stadt Zürich auszudehnen. Sie unterstützt die Forderung, die Erstbehandlung der sexuell übertragbaren Infektionen kostenlos anzubieten und den Zugang der Impfung von Humanen Papillomaviren (HPV) zu vereinfachen.

Francisca Boenders, Geschäftsführerin der SeGZ sagt dazu: «Ziel ist, den Zugang zu Beratung, Testung, Impfung und Behandlung, zu vereinfachen. Prävention ist nicht teuer, unterlassene Prävention wird teuer!» Die HPV-Impfung ist auch eine konsequente Investition in die Krebsprävention.

Quelle: Medienmitteilung SeGZ

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