Quartierleben
Quartierverein Höngg: von Stadtbäumen und Stadtverträgen
Der Quartierverein Höngg lud zur Generalversammlung ins Tertianum Im Brühl und die Mitglieder kamen zahlreich. Städtische Bäume, städtische Verträge und ein neues Vorstandsmitglied waren die Hauptthemen.
19. Juni 2026 — Dagmar Schräder
Den Anfang machten die Bäume: Wie üblich begann die Generalversammlung des Quartiervereins auch in diesem Jahr mit einem Gastreferat. Andrea Gion Saluz, gebürtiger Höngger und bei Grün Stadt Zürich Koordinator für die Stadtbäume, gab dem Publikum einen kurzen, aber prägnanten Einblick in seine Arbeit.
Eloquent erläuterte er, was Stadtbäume von Waldbäumen unterscheidet, welche Funktionen sie für die Stadt und ihre Bevölkerung übernehmen und welche Anstrengungen unternommen werden, um ihren Bedürfnissen zumindest in Ansätzen gerecht zu werden.
Neue Verträge mit der Stadt
Dann ging’s zum eigentlichen Kerngeschäft des Abends: der Generalversammlung. Quartiervereinspräsident Alexander Jäger begrüsste die 100 Anwesenden und gab einen Überblick über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres. Dabei sorgte ein Thema zum wiederholten Male für Diskussionen: die aktualisierte Finanzierungsvereinbarung mit der Stadt Zürich.
Aufgrund von vergangenen Veruntreuungen im QV Witikon hatte die Stadt die Vereinbarungen mit den Quartiervereinen neu aufgegleist und durch Einzelverträge ersetzt. Die Inhalte und Bedingungen dieses Vertragswerks sorgten für Unmut. Drei Quartiervereine, darunter Wipkingen, weigerten sich, den Vertrag zu unterzeichnen (der «Höngger» berichtete).
Der Höngger Vorstand hingegen, so Jäger, habe sich entschieden, die Verträge zu unterzeichnen, da man auf den städtischen Zustupf angewiesen sei. Alternative dazu wäre aus Sicht des Vorstands einzig, die Mitgliederbeiträge zu erhöhen. Dies sei jedoch von den Mitgliedern bereits vor einigen Jahren abgelehnt worden.
Im Publikum kamen Fragen und Diskussionen zu diesem Vorgehen sowie den genauen Inhalten der Verträge auf, woraufhin Jäger zusicherte, auf der Website eine Zusammenfassung der Kernpunkte zu veröffentlichen.
Zwei Rücktritte und ein Neuzugang
Der Rückblick auf die Aktivitäten der KulturBox Höngg und auf den Weinweg Höngg sowie ein Ausblick auf das Wümmetfäscht gehörten zu den weiteren Traktanden, bevor es um die Finanzen ging. Die Rechnungen des vergangenen Jahres wurden abgenommen, das Budget für das Vereinsjahr präsentiert. Wie in diesem Jahr ist auch für das kommende Jahr ein Verlust von rund 5000 Franken budgetiert.
Zu den besonderen Ausgaben gehört der Relaunch der Website, die aktualisiert werden soll. Und schliesslich noch die Personalia: Neben der Wiederwahl des Präsidenten, der in seinem Amt bestätigt wurde, hatte der Vorstand zwei Rücktritte zu verzeichnen. Wolfgang Minas und Michael Brian verabschiedeten sich von ihrer Tätigkeit, ebenso wie Revisor Roger Scherrer.
Als Neuzugang konnte dafür Barbara Wiegand in den Vorstand gewählt werden. Sie wird in Zukunft insbesondere für den Räbeliechtliumzug und die Waldweihnacht zuständig sein. Neuer Revisor wird Matthias Wälchli.





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