Ortsmuseum Höngg: Der «Chranz» in neuem Glanz

Das Rebbauernhaus «zum Chranz», Heimat des Ortsmuseums Höngg, wurde von der Eigentümerin, der Stadt Zürich, renoviert. Ein erster Rundgang durch das Gebäude zeigt, wie Historie auf Moderne trifft.

Der neue Schriftzug am Gebäude. (Foto: dad)
Die Glaswand beim Tenn gleich hinter dem Tor. (Foto: dad)
In der neuen Teeküche, die früher ein Schweinestall war: ein Raum mit Lehmboden, Lavabo und einem Thekenfenster. (Foto: dad)
Ins Auge sticht der rote Speiseaufzug, der neben einer alten Holztür steht. (Foto: dad)
Der neue Schriftzug am Gebäude. (Foto: dad)
Noch sind die Räume leer wegen der fast abgeschlossenen Renovation. (Foto: dad)
Auch hinter dem Haus beim Schopf wurde mit Glas gearbeitet. (Foto: dad)
Einblick in die noch leeren Räumlichkeiten im Rebbauernhaus. (Foto: dad)
Noch da: der «falsche Ofen» mit der «falschen Decke». (Foto: dad)
Das Gespenst im Dachboden durfte bleiben. (Foto: dad)
Der Dachboden erhielt u.a. neue Vollholzstützen. (Foto: dad)
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Noch ist das Rebbauernhaus «zum Chranz» ziemlich leer: Die Heimat des Ortsmuseums Höngg seit 1975 wird seit vorletztem Dezember instandgesetzt. Daher wurden sämtliche Ausstellungsstücke ausgelagert. Doch der Grossteil der Renovation ist abgeschlossen, und der «Höngger» hatte die einmalige Gelegenheit, die Räumlichkeiten zu besichtigen, bevor das Haus wieder eingerichtet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die Glaswand beim Tenn gleich hinter dem Tor. (Foto: dad)

Eine der grössten Neuerungen im «Chranz», das aus dem Jahr 1506 stammt, ist die neue Teeküche, die im einstigen Schweinestall untergebracht wurde: ein Raum mit Lehmboden, Lavabo und einem Thekenfenster. Ins Auge sticht der rote Speiseaufzug, der neben einer alten Holztür steht. Dank ihm wird es künftig möglich sein, Getränke und Speisen direkt ins obere Stockwerk und damit in die Grossmannstube (einst der Heuboden) zu befördern. Die Stube selbst, die gerne für Anlässe genutzt wird, erhielt einen neuen Holzboden.

Ins Auge sticht der rote Speiseaufzug, der neben einer alten Holztür steht. (Foto: dad)

Wände aus Glas

Weitere Beispiele der Renovation sind etwa das einstige kleine Büro, das nun als Garderobenraum dient. Ebenso wurde ein barrierefreies WC eingebaut, direkt neben der bereits bestehenden Unisex-Toilette. Eine bedeutende Rolle spielt zudem Glas: So wird das Tenn, wo häufig auch separate Ausstellungen stattfinden, durch eine Glaswand zum Tor hin geschützt. Dasselbe gilt für die gegenüberliegende Seite beim Schopf.

Zu dieser umfassenden Instandsetzung gehören zudem – um nur einige Beispiele zu nennen – das Ersetzen der Dachziegel, Malerarbeiten an der Fassade, das Kitten der historischen Fenster sowie neue Vollholzstützen im Dachgeschoss.

Und vieles Vertraute ist natürlich noch da: der grüne Kachelofen in der Stube, der erstmals im Jahr 1510 erwähnt wurde, der «falsche Ofen» mit der «falschen Decke», ebenso wie der Schüttstein des Klosters Kappel.  

Noch da: der «falsche Ofen» mit der «falschen Decke». (Foto: dad)

Das weitere Vorgehen

Der Verschönerungsverein Höngg, der das Ortsmuseum betreibt, wappnet sich nun für die Wiedereröffnung. Noch kann kein Datum genannt werden, doch die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die erste Ausstellung wird sich mit sogenannten «Hoenggensia» befassen. Kuratiert wird sie von Claudia Schmauder. Ihr Atelier «Schmauder Und» hat auch die zahlreichen Wandtafeln gestaltet, die nun im Haus «zum Chranz» die Geschichte der einzelnen Räume erzählen.

Klar ist: Das Museum soll ein attraktiver Begegnungs- und Veranstaltungsort des Verschönerungsvereins Höngg bleiben – mit Ausstrahlung über das Quartier hinaus. Doch der Verein hat noch weitere Pläne. Der «Höngger» wird darüber berichten.

Das Gespenst im Dachboden durfte bleiben. (Foto: dad)

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