Gesundheit
Neues Preissystem der Alterszentren: Die Stadt rudert zurück
Mit einer neuen Einteilung der Pflegestufen in den Gesundheitszentren für das Alter sollten auch Bewohnende Pflegebeiträge bezahlen, die diese gar nicht in Anspruch nehmen. Der Widerstand war gross und hat sich gelohnt.
24. Februar 2026 — Dagmar Schräder
Mitte Januar berichtete der «Höngger», beruhend auf Informationen aus der Tagespresse und vom K-Tipp, dass im vergangenen Sommer ein neues System der Pflegeeinstufung eingeführt wurde. Schweizweit soll das neue System, «Rai», das alte, «Besa» ablösen.
Das Problem daran: Anders als das alte System kennt das neue keine Pflegestufe «0». Deshalb fallen alle Bewohnenden der Institutionen, die keine Pflege benötigten und sich bis anhin in der Pflegestufe 0 befanden, neu in die Pflegestufe 1, was Kosten von 17.20 Franken täglich verursacht. Den Anteil der Krankenkassen, 9.60 pro Tag, begann die Stadt daraufhin im vergangenen Sommer zu berechnen.
Rückzahlungen
Doch dagegen regte sich Widerstand – von Betroffenen, aber auch vonseiten der Krankenkassen. Dieser scheint nun, wie NZZ und Tages Anzeiger vor wenigen Tagen berichteten, von Erfolg gekrönt zu werden: Die Alterszentren müssen demnach die Umstufungen zurücknehmen und bereits bezogene Zahlungen zurückzahlen. Dies gehe aus einer Weisung an die Nutzenden des neuen Ermittlungssystems hervor, die der NZZ vorliege.
Für die Zukunft müssten die Verbände nun gemeinsam mit dem Systementwickler eine Lösung finden, das neue System trotz der fehlenden Pflegestufe 0 nutzen zu können. Denn bis 2028 müsse das neue System bundesweit eingeführt werden.
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