«Musik und Wort» mit Homilius

Am Gründonnerstag findet in der Reformierten Kirche Höngg die traditionelle Passionsveranstaltung «Musik und Wort» statt. Dieses Jahr steht die Passionskantate «Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld» von Gottfried August Homilius im Zentrum.

Dresdner Frauenkirche (Foto: O. Bogdan)

Der Komponist Gottfried August Homilius (1714-1785) kann zum direkten Schülerkreis von Johann Sebastian Bach in Leipzig gezählt werden. 1742 wurde er Organist an der Frauenkirche in Dresden und schliesslich 1755 Kreuzkantor und Musikdirektor der Dresdner Hauptkirchen. Er galt im Urteil seiner Zeitgenossen als bester Kirchenkomponist.
Die Passionskantate war sein verbreitetstes Werk. Besonders die ausdruckstarken Chorsätze erfreuten sich grosser Beliebtheit. Das Werk ist ein Passionsoratorium ohne Verwendung eines biblischen Passionsberichtes. Der Text ist im Sinne der Aufklärung persönlich gefasst und betrachtend. Der Fokus liegt auf dem, was der gläubige Christ fühlt, nicht auf der Handlung der Leidensgeschichte.

Auftritt mit Chor und Orchester

Am Gründonnerstag werden Auszüge aus dem Werk aufgeführt. Unter der Leitung von Kantor Peter Aregger wirken der Reformierte Kirchenchor und das Kammerorchester Aceras mit sowie Franziska Wigger, Sopran, Robert Schmid, Orgel. Pfarrer Matthias Reuter spricht einen «Monolog des Judas in der Nacht seines Todes». Die Aufführung wird im Karfreitagsgottesdienst mit Pfarrer Jean-Marc Monhart teilweise wiederholt. Seine Predigt widmet sich dem Thema «Karfreitag: zur Zeit von G. A. Homilius im Stil der Empfindsamkeit – und heute?». Es wird ein Abendmahl mit Einzelbechern und Traubensaft gefeiert.

«Musik und Wort», Gottfried August Homilius – Passionskantate

Gründonnerstag, 14. April, 20 Uhr
Karfreitag, 15. April, 10 Uhr
Reformierte Kirche Höngg

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