Mitmachen und mitgestalten: Ein Gemeinschaftszentrum für alle

Das Gemeinschaftszentrum Höngg bietet soziokulturelle Angebote für alle Quartierbewohnenden. Doch es lädt nicht nur zum Besuch ein, sondern möchte auch ermuntern, selbst etwas zu initiieren.

Ein starkes Team: Mirjam Coulin, Silvana Kohler, Benedikt Schumacher, Beat Blum, Jennifer Mösenfechtel und Zehra Turan vom GZ Höngg (es fehlen Fee Schürer, Fini Plössl und Dominique Grob). (Foto: Petra England)

Die Gemeinschaftszentren (GZ) gehören fast schon so zur Stadt wie der Böögg zum Sechseläuten. Zugegeben, das ist vielleicht ein wenig dick aufgetragen. Doch sie sind ein integraler Bestandteil des städtischen Soziallebens: In jedem Quartier bieten sie ein umfangreiches, niederschwelliges und allen zugängliches soziokulturelles Angebot.

Und auch in Höngg wird das Angebot rege genutzt: Hier trifft man sich zum Kerzenziehen und Guetzlibacken, zu Musikanlässen im Kulturkeller, schickt die Kinder in die Ferienangebote, besucht das Kinderkino gemeinsam mit der Familie oder belegt einen Yogakurs in den Räumlichkeiten des Zentrums – um nur einige wenige der zahlreichen Angebote aufzulisten, die hier stattfinden.

Ideen aus dem Quartier sind gefragt

Organisiert werden die Anlässe durch unterschiedliche Akteure: Ein Teil der Angebote wird direkt durch die Mitarbeitenden des GZ geplant und durchgeführt. Darüber hinaus bietet das GZ Infrastruktur für externe Akteure, die einen Raum benötigen, um selber etwas anbieten zu können, weil sie beispielsweise eine eigene Krabbelgruppe gründen, Zumba unterrichten oder Sprachtandems anbieten möchten. Weiter gibt es zahlreiche Angebote, die in Kooperation mit anderen Institutionen oder Vereinen durchgeführt werden.

Und schliesslich, dieser Teil ist wohl am wenigsten bekannt, baut das GZ auch auf die Eigeninitiative aus dem Quartier. Hier kann sich, wer gute Ideen fürs Quartier hat und Anlässe planen möchte, die es bis jetzt in Höngg noch nicht gab, nach Herzenslust ausleben und frei gestalten.

In der Anfangsphase werden die Projekte in der Regel durch GZ-Mitarbeiterinnen begleitet, dann laufen einige sogar ganz selbstständig. In jüngster Zeit sind gleich mehrere dieser Projekte erfolgreich gestartet. So etwa «Höngg tanzt zäme», der Tanzabend, der auf dem Bedürfnis einiger Quartierbewohnenden basiert, in der eigenen Nachbarschaft und zu moderaten Zeiten gemeinsam mit Freundinnen und Bekannten das Tanzbein schwingen zu können. Oder der «Sonntagsklatsch», der Höngger Sonntagstalk zu aktuellen Themen mit wechselnden Talkgästen, initiiert von zwei engagierten Frauen aus dem Quartier.

Auch der Indoorspielplatz, der von Menschen aus Höngg am Sonntagvormittag betreut wird und Familien mit kleineren Kindern die Möglichkeit bietet, an regnerischen Sonntagen eine Alternative zu den eigenen vier Wänden zu haben, gehört ebenfalls zu der Kategorie «Eigeninitiative».

Und es gibt viel Raum für weitere Ideen: Was fehlt in Höngg für ein erfüllendes Sozialleben? Welche Zielgruppen sind im bestehenden Angebot noch unterrepräsentiert? Wer Zeit und Lust hat, sich zu engagieren, ist mit Vorschlägen und Projekten herzlich willkommen, das GZ unterstützt bei der Realisierung.

Zwei konkrete Ideen existieren bereits, für deren Umsetzung aber noch mehr Leute gesucht werden: Der Vorplatz vor dem GZ an der Limmattalstrasse könnte gestalterisch noch etwas frischen Wind vertragen. Und eine Sommerbar in der Nähe des GZ könnte das Quartierleben rund um den Meierhofplatz noch ein wenig aufpeppen

Die nächsten Anlässe

Höngg tanzt zäme
Hits aus den 80ern bis gestern
5. April, 20 – 23 Uhr
Kulturkeller, Limmattalstrasse 214
Eintritt frei

Sonntagsklatsch
Gespräch mit Brida von Castelberg über das Gesundheitswesen
7. April, 10 – 12 Uhr
Galerie im GZ,
Limmattalstrasse 214
Eintritt frei

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