Mit 89 Jahren am Start: Höngger läuft stark am Zürich Marathon

Bei guten Laufbedingungen und einem international stark besetzten Feld überquerten mehr als 5400 Läuferinnen und Läufer die Startlinie. Auch Gregorio Sablone aus Höngg nahm in der Kategorie 75+ beim Halbmarathon teil.

Foto: Zürich Marathon / Dimitri Isler

Unter den Teilnehmenden des Ochsner Sport Zürich Marathons war auch der 89-jährige Höngger Gregorio Sablone, der im Halbmarathon an den Start ging. Diese Zeitung bezeichnete ihn einst als «schnellsten Senior» des Quartiers. In seiner Kategorie der über 75-Jährigen belegte Sablone mit einer Zeit von 2:14:53 Stunden den sechsten Platz.

Sablone kam einst als Gastarbeiter aus den Abruzzen in die Schweiz, war NZZ-Postbote und wohnt beim Heizenholz. Bis heute hat er an über unzähligen Volksläufen teilgenommen und dabei viele Kategoriensiege erzielt.

Die Strecken am Zürich Marathon

Der Zürich Marathon bietet verschiedene Strecken und Kategorien für unterschiedliche Leistungsniveaus. Die klassische Hauptdisziplin ist der Marathon über 42,195 Kilometer, der entlang des Zürichsees führt. Daneben gibt es den Halbmarathon über 21,1 Kilometer, der besonders beliebt ist.

Wer es kürzer mag, kann am 10-Kilometer-City-Run teilnehmen, der durch die Stadt verläuft und auch für Einsteigerinnen und Einsteiger geeignet ist.

«Hart, aber stolz»

Der Kenianer Davis Kiplangat gewann laut offizieller Medienmitteilung die 23. Austragung des Marathons in 2:09:03 Stunden. Es war der erste Marathon-Sieg seiner Karriere. Der ehemalige 3000-Meter-Läufer zeigte sich im Ziel emotional: «Es war sehr hart, aber ich bin stolz», sagte er.

Für das sportliche Highlight aus Schweizer Sicht sorgte Raphael Josef. Die nationale Spitzengruppe blieb lange geschlossen, ehe sich Josef in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:19:49 Stunden erreichte er das Ziel als bester Schweizer.

Starke Siegerzeit bei den Frauen

Das Frauenrennen wurde von Beginn an von den beiden Kenianerinnen Lydia Cheruto und Anastasha Rono geprägt. Das Duo bestimmte das Tempo, ehe sich Cheruto durchsetzen konnte. Sie gewann in 2:28:25 Stunden – der drittschnellsten Siegerzeit in der Geschichte des Marathons.

Auf Rang drei klassierte sich bereits die beste Schweizerin: Selina Ummel überzeugte mit einer starken Zeit von 2:39:13 Stunden und verbesserte ihre persönliche Bestleistung um rund fünf Minuten. «Ich wollte unterwegs aufgeben, aber mein persönlicher Pacemaker hat mich gepusht. Am Ende war ich schneller als erwartet», erklärte sie im Ziel.

Quelle: Medienmitteilung Zürich Marathon Ochsner Sport

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