Leerkündigungen Bombachhalde: Dringliche Anfrage

Zur jüngsten Leerkündigung an der Bombachhalde wurde eine dringliche Anfrage an den Stadtrat gestellt. Die Zürich Versicherung und ihre Anlagestiftung verfolgen im Quartier mehrere Bauprojekte.

Foto: Das Rathaus Hard in Zürich-Aussersihl in der Bullingerkirche. (zvg Gemeinderat Zürich)

Vor rund einem Monat berichtete die «Höngger Zeitung» über zahlreiche Leerkündigungen im Zentrum von Höngg – und darüber, was mit der betroffenen Mieterschaft geschieht. Prominent erwähnt wurden in jenem Artikel zwei Siedlungen im Besitz der Zurich Versicherung an der Bauherren- sowie an der Ferdinand-Hodler-Strasse.

Nur am Rande erwähnt wurde schliesslich eine dritte Siedlung ebendieser Versicherungsgesellschaft, deren Mieterschaft ebenfalls per Ende September die Kündigung erhalten hat. Dabei handelt es sich um eine Siedlung an der Bombachhalde.

Nun wurde diese zum Thema im Gemeinderat: Eine dringliche Anfrage an den Stadtrat von Yves Henz (Grüne), Mischa Schiwow (AL) und Lisa Diggelmann (SP) sowie 52 Mitunterzeichnenden verschiedener Parteien fordert vom Stadtrat Auskunft zu dem Bauprojekt.

Leerkündigungen und Schutzgebiete

In der Siedlung Bombachhalde 16 bis 28, so die Unterzeichnenden, sei rund 180 bis 200 Mietenden per 30. September gekündigt worden. Es liege noch kein Baugesuch vor, es sei jedoch ein Ersatzneubau geplant.

Mit der Anfrage wird der Stadtrat gebeten, zu erläutern, ob für das Grundstück bereits ein Baugesuch eingereicht worden sei und wie er das Vorgehen der Zurich Versicherung beurteile, den Mietenden bereits vor Erhalt einer Baubewilligung zu kündigen.

Weiter interessiert die Gemeinderatsmitgliedern, ob das Projekt zu einer Verdichtung des Wohnangebots führe und wie gross der Anteil an preisgünstigem und gemeinnützigem Wohnraum in der Folge sein werde.

Auch aus naturschützerischer Perspektive gelangen die Anfragestellenden an den Stadtrat. Die Liegenschaft grenze an das kommunale Schutzgebiet am Bombach, unter anderem befänden sich im Gebiet eine der grössten Mehlschwalbenkolonien der Stadt sowie ein wichtiger Lebensraum für Fledermäuse, so die Anfrage.

Der Stadtrat wird in der Folge aufgefordert zu erklären, welche Auswirkungen ein Bauprojekt auf das Schutzgebiet und die Mehlschwalben haben könnte.

Die dringliche Anfrage wurde dem Stadtrat am 23. September eingereicht. Für die Beantwortung hat er nun eine Frist bis zum 23. Oktober.

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