Kultur
«Gezeichnet 2025» in Bern: Auch ein Höngger Illustrator ist dabei
Schlorian, der für die Grossauflage des «Höngger Wipkinger» jeweils die Comics «Querköpfe» zeichnet, ist bei der jüngsten Ausstellung der besten Pressezeichnungen des Jahres dabei.
6. Januar 2026 — Redaktion Höngger
Mit ihren pointierten Bildern erzählen Pressezeichnerinnen und -zeichner in kürzester Form ganze Geschichten, öffnen Abgründe, stossen Gedanken an und bringen das Publikum gleichzeitig zum Lachen, schreibt das Museum für Kommunikation in Bern. Die Pressezeichnung sei eine kommunikative Höchstleistung.
Humorvoll und ernst zugleich lässt daher die Ausstellung «Gezeichnet 2025» die letzten zwölf Monate Revue passieren: von Wahlen im Bundeshaus, im Vatikan und in Deutschland über Kriege und Säbelrasseln, den ESC und die Frauen-Euro bis hin zu einem neuen alten US-Präsidenten.
Fünf Werke von Schlorian
Mit dabei ist auch der Höngger Stefan Haller, auch als Illustrator namens Schlorian bekannt, der viermal im Jahr seine Comics im «Höngger Wipkinger» veröffentlicht.
Für die jährlich stattfindende Ausstellung können Zeichnende Cartoons einreichen, sofern diese im Laufe des Jahres in einer Zeitung oder einer Zeitschrift mit Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen publiziert wurden, sagt er. Die Auswahl traf anschliessend Haller selbst.
«Eigentlich sind die Kuratorinnen und Kuratoren die Redaktorinnen und Redaktoren der Zeitschriften, die solche Publikationen ermöglichen», sagt er. Dasselbe gelte auch für die Ausstellung im Maison de la Presse in Morges.
Für Haller ist es eine Herausforderung, mit einem Cartoon in eine Zeitung zu kommen, wie er dem «Höngger» weiter sagt. Eine solche Möglichkeit hatte er unter anderem beim Berner Landboten. Diese Arbeiten sind nun im Museum zu sehen, ergänzt durch je ein Bild aus einem Rundbrief der Organisation Biorespect sowie aus der Satirezeitschrift «Eulenspiegel».
Einordnen, mit wenigen Strichen
Pressezeichnungen seien nicht nur lustig, wie das Museum festhält. Sie seien ein wichtiger Pfeiler der Demokratie, weil sie ohne lange Texte einen niederschwelligen Zugang zu komplexen Themen ermöglichen und kritisch reflektieren, was Mächtige tun. Die Kunstschaffenden leisten mit der Reduktion aufs Wesentliche eine wichtige Einordnungshilfe und unterstützen so die Meinungsbildung.
Quelle: Medienmitteilung Museum für Kommunikation
Das Museum für Kommunikation
Das Museum für Kommunikation bietet eine schweizweit einzigartige Begegnung mit der Welt der Kommunikation. Für seine interaktiven Ausstellungen wurde es 2019 mit dem renommierten Museumspreis des Europarates ausgezeichnet – als erst drittes Museum der Schweiz. Gegründet wurde das Haus 1907, im vergangenen Jahr waren 140’000 Besuchende zu Gast. Das Museum für Kommunikation ist Teil des Museumsquartiers Bern. Hier kommen Kultur, Geschichte, Wissenschaft, Kunst und Innovation zusammen und inspirieren mit einem lebendigen Zusammenspiel von Eindrücken und Emotionen.





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