Freie Bahn für Igel, Eichhörnchen & Co.

Der Natur- und Vogelschutzverein Höngg führt im August einen Naturspaziergang zum Thema «Vernetzung von Gärten und Grünanlagen für kleine Wildtiere» durch.

Igel in der Stadt treffen auf viele Hindernisse. (Foto: zvg)

Die Stadt bietet Wildtieren in durchgrünten Wohnquartieren und Grünanlagen geeigneten Lebensraum, sie birgt jedoch auch eine Reihe von Gefahren: Barrieren wie Mauern, Zäune oder Treppen stellen für kleine Wildtiere unüberwindbare Hindernisse dar, fehlende Grünkorridore verhindern ein freies Durchkommen.

Dank ihrem bestens entwickelten Ortsgedächtnis können sich Igel in diesem Labyrinth zwar gut orientieren, der Zugang zu vielen geeigneten urbanen Lebensräumen wie Gärten oder Grünanlagen ist  für sie jedoch erschwert und oft sogar versperrt. Eichhörnchen brauchen hingegen andere Verbindungsstrukturen in ihrem Lebensraum. Sie bewegen sich am liebsten von Baum zu Baum und sind deshalb auf einen ausreichenden und vielfältigen Baumbestand angewiesen.

Fehlende Vernetzung

Die fehlende Vernetzung des Siedlungsraumes für kleine Wildtiere führt dazu, dass die Gefahren wie Strassenverkehr, fehlende oder fragmentierte Lebensräume und ein knappes Futterangebot noch verstärkt werden. Müssen Wildtiere für die Futtersuche oder während der Paarungszeit grosse Umwege zurücklegen, geht wertvolle Zeit verloren und sie werden gezwungen, sich länger in gefährlichen Bereichen wie Strassen aufzuhalten.

Auf dem Spaziergang des Natur- und Vogelschutzvereins werden die Teilnehmenden die Stadt aus der Sicht von kleinen Wildtieren erkunden und erfahren, wo eine bessere Vernetzung für die kleinen Fussgänger wichtig wäre. Ausserdem wird erklärt, welche Massnahmen möglich sind, um die Zugänglichkeit von geeigneten Lebensräumen wie Gärten, Aussenräumen von Wohnsiedlungen, öffentlichen Plätzen und Grünanlagen zu verbessern und Gefahren zu entschärfen. Oft können schon kleine Interventionen viel für die kleinen wilden Nachbarn bewirken.

Naturspaziergang

Donnerstag, 22. August, 18.30–20 Uhr

Treffpunkt: Meierhofplatz, vor der Apotheke zum Meierhof

Leitung: Katja Rauchenstein und Sandra Gloor, Verein StadtNatur, Meldeplattform StadtWildTiere Zürich

Offen für alle, ohne Voranmeldung.

Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. 

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