Ein Höngger wildert mit seinen Bildern im Kreis 5

Allen Wild verspricht «die wildeste Versuchung des modernen Expressionismus». Zudem bietet er an seiner Ausstellung im «Material» eine Plattform für fünf weitere Kunstschaffende.

Der Höngger Künstler Allen Wild. (Foto: dad)

Seine Arbeiten haben eine rohe, ungezügelte Energie, erklärt Allen Wild. Der in Höngg lebende Künstler, bereitet seine erste Einzelausstellung vor. Manche kennen ihn vielleicht als Musiker (The Never Evers, Tab Hunter) oder als DJ Wild Alien – nun zeigt er sich mit seinen «wilden» Bildern. Er bringt Punkrock auf die Leinwand und bekennt sich zu einem klaren Nein gegenüber «verkrusteten Konventionen und Strukturen».

Eines der Bilder von Allen Wild. (Foto: zvg)

Vielmehr will Wild mit seiner Kunst Fragen stellen – und hofft, die Antworten gemeinsam mit jenen zu finden, die seine Werke betrachten. «Ich finde es spannend, herauszufinden, welche Geschichten die Menschen darin erkennen», sagt er dem «Höngger».

Im «Material»

Allen Wild ist – wie früher als Musiker – eine Kunstfigur, sagt Wild, der im Bündnerland aufgewachsen ist. Das Malen fand erst vor rund vier Jahren richtig Eingang in sein Leben, zunächst digital. «Ich habe auf einem alten iPhone damit begonnen, Zeichnungen zu erstellen. Heute setze ich aber auf Öl- und Acrylfarben.»

Und das nicht nur auf Leinwand, sondern auch auf Karton. Selbst wenn dieses Material die Farbe oft stark einsauge, besonders wenn er aus Ungeduld auf eine Grundierung verzichtet. Egal, meint Wild. Er wolle immer wieder Neues ausprobieren.

Mit der Unterstützung von Kurator Steppeh  Barthy Beninilli, der bereits den Höngger Maler Gunzo ins «Material» brachte, freut sich Wild auf seine erste Ausstellung Ende Januar. Es ist nicht das erste Mal, dass seine Arbeiten öffentlich zu sehen sind, bislang jedoch mehrheitlich im Rahmen von Sammelausstellungen. «Nun bin ich bereit, alleine auszustellen, ich habe klare Fortschritte in meiner Technik gemacht», sagt er.

Vernissage mit Performance

Doch ganz alleine wird Wild, der Höngg mittlerweile als seine erklärte Heimat bezeichnet, die Ausstellung nicht bestreiten, denn das mache schlicht weniger Spass. Also lud er fünf weitere Kunstschaffende ein, mit je einem Werk Teil der Ausstellung zu sein. Neben dem erwähnten Gunzo sind dies Juice, ein junger Künstler und Filmemacher, ACK, professionelle Fotografin und Videokünstlerin, sowie die Künstler Jonas Schuler und Thabiso Phepeng.

Für die Vernissage am Donnerstag, 22. Januar, hat sich Wild zudem ein Begleitprogramm ausgedacht: Neben einer Performance von Bruno Schlatter zwischen Tradition und Avantgarde werden Prosecco, Bergkäse, Oliven und Sauerteigbrot, welches der Künstler selbst backt, serviert. (dad)

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Allen Wild Is Wild!
22. bis 28. Januar
Vernissage: 22. Januar, 17–21 Uhr
Material, Klingenstrasse 23, 8005 Zürich

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