Die Schweizer Tafel feiert Jubiläum: Rekordzahl an geretteten Lebensmitteln

Die Stiftung Schweizer Tafel sammelt überschüssige Lebensmittel und verteilt sie an soziale Institutionen. Im vergangenen Jahr konnte sie dadurch rund 8500 Tonnen Lebensmittel retten. Auch in Höngg.

Foto: Schweizer Tafel

Vor einem Vierteljahrhundert begann die Gründerin der Schweizer Tafel, Yvonne Kurzmeyer, damit, Lebensmittel zu retten – und weiter zu verteilen. Nach den Vorbildern der «Berliner Tafel» oder des amerikanischen «City Harvest» wurden Nahrungsmittel aus dem Detailhandel, die zwar noch gut verwertbar, aber nicht mehr verkaufbar waren, gesammelt und an soziale Institutionen weitergegeben, die diese für Bedürftige zubereiteten und verteilten.

Täglich frische Waren für Bedürftige

Was zunächst ganz klein begann, ist seither stark gewachsen: Mittlerweile hat die Tafel neben ihrer Geschäftsstelle in Kerzers sieben weitere Standorte, von wo aus die Lebensmittelrettungen und -verteilungen koordiniert werden: Von Ecublens in der Romandie über Pratteln in der Nordwestschweiz bis nach Sankt Gallen im Osten der Schweiz.

Rund 30 Mitarbeitende sind in der Geschäftsstelle und den Regionalvertretungen beschäftigt, ergänzt durch eine grosse Anzahl an Freiwilligen. Im vergangenen Jahr wurden so rund 8500 Tonnen Lebensmittel gerettet und 1,7 Millionen Einkaufstaschen à fünf Kilo verteilt.

Wie der Medienmitteilung der Schweizer Tafel von Anfang Januar zu entnehmen ist, entspricht diese Menge einem Wachstum an geretteten Lebensmitteln von rund 11 Prozent. Dabei kooperiert die Tafel etwa mit Migros und Coop, aber auch mit Aldi Schweiz. Gesammelt wird bei rund 600 Filialen des Detailhandels schweizweit – und das täglich.

Mitgenommen werden insbesondere überschüssige Frischwaren wie Gemüse und Früchte, aber auch Konserven, Tiefkühlprodukte und sonstige Waren, die aus Überschuss- und Fehlproduktionen stammen, wie Roger Biedermann, Leiter Fundraising und Kommunikation, auf Anfrage erklärt.

Auch im Kreis 10 wird Essen eingesammelt

In der Region Zürich hat die Stiftung, so Biedermann im vergangenen Jahr rund 916 Tonnen Lebensmittel eingesammelt und an rund 60 soziale Institutionen verteilt. In Höngg ist es zum Beispiel die Coop-Filiale Bombach, die ihre Lebensmittel kostenlos zur Verfügung stellt.

Davon profitieren in Zürich unter anderem Institutionen wie die Notschlafstelle oder die Heilsarmee, aber auch das Arche Wohnhaus an der Hohlstrasse und der Waid.

Wer selbst dabei sein möchte, wenn Essen abgeholt und verteilt wird, hat übrigens jederzeit die Möglichkeit dazu. Freiwillige, die bereit sind, mindestens einmal monatlich bei der Sammlung und Verteilung von Lebensmitteln auszuhelfen, sind immer gesucht. Voraussetzung hierfür ist ein Fahrausweis der Kategorie B sowie etwas Zeit: Die Einsätze dauern jeweils rund einen ganzen Tag.

Quelle: Schweizer Tafel

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