Kirchen
Die Passionszeit beginnt: Licht unter der Linde
In der Passionszeit wird die Linde bei der Höngger Kirche zu einem stillen Ort des Erinnerns.
17. Februar 2026 — Eingesandter Artikel
Tag für Tag erreichen uns Nachrichten aus aller Welt – aber auch aus nächster Nähe. Ereignisse wie jene in Crans-Montana zu Beginn des Jahres haben uns schmerzlich vor Augen geführt, wie nah Leid und Verlust sein können. Über die Medien dringen News in unsere Wohnzimmer und Köpfe und erzählen vom Schicksal unzähliger Menschen, die von Gewalt, Ungerechtigkeit und Schmerz betroffen sind.
Und doch bleibt eine besondere Zeit des Innehaltens oft unbemerkt: die Passionszeit. Jedes Jahr beginnt sie am Aschermittwoch und dauert bis zum Karsamstag. In diesen Wochen erinnern sich Christinnen und Christen an das Leiden Jesu und bereiten sich auf Ostern vor.
In diesem Jahr möchte der Kirchenkreis zehn die Passionszeit bewusst nutzen: Als Zeit des Gedenkens an das Leid in unserer Welt und als Einladung, Solidarität, Empathie und Anteilnahme zu stärken. Die Linde vor der Kirche soll uns dabei begleiten: Jeden Donnerstagabend wird sie zum Leidensbaum – und so zu einem stillen Ort des Erinnerns.
Raum für Anteilnahme
Das gemeinsame Gedenken kann uns helfen, dem Leid gegenüber nicht ohnmächtig oder gleichgültig zu bleiben – und eröffnet Raum für Anteilnahme. Ausserdem ist das Licht unter der Linde ein kleines Zeichen der Hoffnung, die wir in diesen Zeiten besonders gut gebrauchen können. Alle sind herzlich eingeladen, an dieser Gedenkzeit teilzunehmen.
Im Zentrum steht ein schlichtes Ritual mit Kerzenlicht. Um gegen Regen oder Kälte gewappnet zu sein, wird warme Kleidung, Regenschutz und je nach Lichtverhältnissen eine Taschenlampe empfohlen. Pfarrer Beat Gossauer und Sozialdiakonin Anna Schwaller freuen sich auf viele Begegnungen.
Licht unter der Linde
Unter der Linde vor der reformierten Kirche Höngg,
donnerstags, 19./26. Februar und 5./12./19./26. März,
zwischen 18.30 und 19.15 Uhr (freies Kommen und Gehen)





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