Die Bevölkerung wächst, aber es wurden weniger Vorschulkinder gezählt

Per Ende 2025 wohnten 452'421 Menschen in der Stadt Zürich, so viele wie noch nie. Die Geburtenzahlen haben sich auf niedrigerem Niveau stabilisiert.

Die Stadt Zürich aus der Ferne. (Foto: Pixabay)

Aktuell zählt die Stadt Zürich 452’421 Einwohner*innen. Das ist eine neue Höchstmarke, wie die Stadt mitteilt. Die ausländische Wohnbevölkerung macht 33,9 Prozent aus. Im Jahr 2025 gab es 4535 Geburten, 3043 Todesfälle, 40’123 Zuzüge und 37’858 Wegzüge.

Somit beträgt der natürliche Saldo (Geburten minus Todesfälle) +1492 Personen und der Wanderungssaldo (Zu- minus Wegzüge) +2265 Personen. Dies hat dazu geführt, dass die Stadt Zürich im Jahr 2025 um 3757 Einwohner*innen gewachsen ist.

So viele Menschen leben in Höngg und Wipkingen

Laut Statistik Stadt Zürich lebten im Jahr 2025 24’981 Menschen im Höngg, im Vorjahr waren es 24’810. Im Jahr 2020 waren es noch 24’439 Menschen, im Jahr 2000 wurden 20’423 Menschen gezählt.

Im Nachbarquartier Wipkingen lebten im 2025 16’745 Menschen, ein Jahr zuvor waren es nur geringfügig weniger: 16’734. Im Jahr 2020 waren es 15’700 Menschen, im Jahr 2000 wurden 15704 Menschen gezählt.

Die Stadt verfügt seit 1930 über quartierbezogene Zahlen: In Höngg waren es damals 5307 Personen, in Wipkingen 19’788 Personen.

Die Geburtenzahlen haben sich auf niedrigerem Niveau stabilisiert

Von 2014 bis 2021 wurden in jedem Jahr über 5100 Babys mit Wohnsitz in der Stadt Zürich geboren. Von 2021 auf 2022 nahm die jährliche Geburtenzahl schlagartig von 5261 auf 4538 Neugeborene ab. Einen Rückgang von 723 Geburten in einem Jahr gab es in den letzten 130 Jahren seit der ersten Eingemeindung in der Stadt Zürich nie; nicht einmal während des sogenannten Pillenknicks in den 1960er-Jahren.

Anteilsmässig gingen die Geburten 2022 um 13,7 Prozent zurück. Dieser Wert wurde nur einmal übertroffen, nämlich zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Beim Geburtenrückgang 2022 handelt es sich offensichtlich um ein aussergewöhnliches Ereignis in der Geschichte der Stadt Zürich. Von 2022 bis 2025 wurden pro Jahr jeweils ungefähr gleich viele Babys geboren. Die Geburtenzahlen haben sich aktuell auf diesem niedrigeren Niveau stabilisiert.

Beziehung und Geld bleiben wichtig – weitere Gründe kommen hinzu

Warum gab es in den letzten Jahren weniger Geburten? Um die Gründe zu verstehen, befragt das Bundesamt für Statistik alle fünf Jahre die Bevölkerung zu ihren Einstellungen und Haltungen – unter anderem zum Thema Kinderwunsch. Es wird gefragt, welche Faktoren darüber entscheiden, ob man (weitere) Kinder möchte.

Vor zehn Jahren waren für die 20- bis 39-jährigen Stadtzürcher*innen vor allem zwei Aspekte ausschlaggebend: die Qualität der Beziehung und die finanzielle Situation. Diese beiden Faktoren sind den jungen Zürcher*innen heute zwar immer noch wichtig, doch inzwischen spielen weitere Kriterien bei der Kinderfrage eine zentrale Rolle – nämlich die Arbeitsbedingungen, die Betreuungsmöglichkeiten der Kinder und die Aufteilung der Kinderbetreuung.

Schon vor dem Geburteneinbruch weniger Vorschulkinder

Ende 2025 lebten in der Stadt Zürich 20 049 Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren. Das sind deutlich weniger als noch im Jahr 2018, als diese Altersgruppe über 23 000 Kinder zählte. Man könnte vermuten, dass der Rückgang primär eine Folge der sinkenden Geburten seit 2022 war.

Die zeitliche Entwicklung zeichnet jedoch ein differenzierteres Bild: Einerseits setzte der Rückgang der Anzahl Vorschulkinder nicht erst mit dem Geburteneinbruch im Jahr 2022 ein, sondern schon 2018. Andererseits war es keine abrupte, sondern eine kontinuierliche Abnahme.

Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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