«Das kleine Glück schätzen» – Podcast zum Tag der betreuenden Angehörigen

Zum schweizweiten «Tag der betreuenden und pflegenden Angehörigen» am 30. Oktober rufen neun unterstützende Organisationen dazu auf, diese oft unsichtbare Arbeit stärker anzuerkennen und zu unterstützen.

Die Gesichter hinter der aktuellen Podcastfolge: Anne-Käthi Kremer (links), Alexandra Burkhard (mitte) und Anja Kutter (rechts). (Foto: zvg.)

Pflegende und betreuende Angehörige leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag. Sie übernehmen Pflege, organisieren den Familienalltag, begleiten zu Terminen und kümmern sich um Versicherungen und Behörden. Diese Verantwortung bleibt für die Öffentlichkeit mehrheitlich unsichtbar.

Den Fokus auf die pflegenden Angehörigen richten

Die neun Organisationen Alzheimer Zürich, Entlastungsdienst Zürich, Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich, LUNGE ZÜRICH, Palliative zh+sh, Prävention und Gesundheitsförderung ZH, Pro Infirmis Zürich, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Zürich und Spitex Kanton Zürich machen gemeinsam zum nationalen Tag der betreuenden und pflegenden Angehörigen auf den unersetzlichen Einsatz der betroffenen Personen aufmerksam. Mit dem Podcast «Das kleine Glück schätzen» geben sie Angehörigen eine Stimme und zeigen, welche Unterstützung im Alltag wirklich hilft.

In der aktuellen Folge erzählt Anja Kutter vom Leben nach dem Skiunfall ihres Ehemannes, des Zürcher Nationalrats Philipp Kutter. Die daraus entstandene Tetraplegie veränderte den Alltag der ganzen Familie. Orientierung fand sie unter anderem im Austausch mit Alexandra Burkhard, Angehörigen-Peer-Beraterin der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung. «Alexandra konnte mir eine Perspektive aufzeigen. Plötzlich klang vieles leichter als das, was ich mir in meinem Kopf ausgemalt hatte», berichtet Anja Kutter im Podcast über den Austausch.

Die Podcastfolge mache deutlich: Belastend ist nicht nur die Pflege selbst. Es ist die Summe unzähliger Aufgaben, die täglich bewältigt werden müssen, sowie Unsicherheiten und Sorgen, weil das Leben, wie man es bis dato kannte, vorbei ist und man nicht genau weiss, wie es weitergeht. Hinzu kommen finanzielle Sorgen, administrative Hürden, fehlende Erholungszeiten und die Gefahr sozialer Isolation.

Aktuelle Podcastfolge von «Das kleine Glück schätzen»

#5 Plötzlich klang vieles leichter | Hör dir den Podcast auf Spotify an

Sich gesehen und verstanden fühlen

Gerade der Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation kann Halt geben, praktische Lösungen vermitteln und neue Zuversicht schaffen. So berichtet die Angehörigen-Peer-Beraterin Alexandra Burkhard: «Angehörige suchen Antworten, haben viele Ängste und Sorgen. Auch für ihr Leben und ihre Zukunft verändert sich sehr viel. Da kann es sehr hilfreich sein, wenn sie von jemandem, der auch betroffen ist, eine neue oder andere Perspektive bekommen.»

Gleichzeitig brauche es Rahmenbedingungen, die Angehörige wirksam entlasten. Pflegende Angehörige tragen unsere Gesellschaft mit. Ihre Arbeit verdient Sichtbarkeit, Anerkennung und vor allem auch konkrete Unterstützung.

Quelle: Medienmitteilung Entlastungsdienst Kanton Zürich

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