Quartierleben
Das Baugesuch für das Rebhüsli am Chillesteig ist einsehbar
Das Höngger Rebhaus, betrieben von Grün Stadt Zürich, soll zukunftstauglich gemacht werden. Vorgesehen sind unter anderem ein südseitiger Anbau und ein nordseitiges Vordach.
28. Mai 2026 — Daniel Diriwächter
Wie dem Betriebskonzept zum Rebhaus Chillesteig zu entnehmen ist, erfüllt das Gebäude zugleich mehrere betriebliche Funktionen für den Gutsbetrieb Juchhof: Es dient als Werkstatt, Materiallager, Fahrzeugeinstellplatz, Weinlager und Aufenthaltsraum. Allerdings entsprechen die Räumlichkeiten heute nicht mehr den geltenden Richtlinien der Stadt.
Unter anderem betrifft dies das Untergeschoss, das derzeit als Aufenthaltsraum genutzt wird. Dieses verfügt laut dem Konzept lediglich über eine einfache Kochgelegenheit, eine Garderobe ohne Kabinen, schlichte Schränke sowie einen Kaltwasseranschluss. WC-Anlagen für Mitarbeitende fehlen vollständig. Der Raum sei zudem unbeheizt und feucht und könne deshalb nur eingeschränkt als Pausenraum genutzt werden.
Auch die Bedingungen im Weinlager seien unzureichend: Die Feuchtigkeit könne nicht reguliert werden, wodurch die Lagerung des Weins problematisch sei. Zudem stünden keine geeigneten klimatisierten Räume zur Verfügung, was die Qualität des eingelagerten Weins beeinträchtigen könne.
Mehr Arbeitsstunden im Rebberg
Aus diesen und weiteren Gründen reichte nun die Stadt Zürich, vertreten durch das Amt für Hochbauten, ein Bauvorhaben ein, das seit dem 15. Mai öffentlich aufliegt. Vorgesehen sind der Umbau und die Erweiterung des Rebhauses, ein südseitiger Anbau, ein nordseitiges Vordach sowie Umgebungsanpassungen und eine aussenliegende Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Ziel sei es laut Betriebskonzept, adäquate Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden zu schaffen. Denn die Umstellung auf pilzwiderstandsfähige Sorten führe zu einer höheren Arbeitsintensität und damit zu mehr Arbeitsstunden im Rebberg. Das Raumprogramm umfasst demnach den erwähnten Aufenthaltsraum, die sanitären Einrichtungen, die Umkleide, das Weinlager, die Garage, das Lager, die Werkstatt sowie den Aussenraum, der auch als Waschplatz bezeichnet wird.
Weiter soll auf dem Dach Solarstrom produziert und beim Rebhaus bei Bedarf Wasser für die Bewässerung von Jungreben bezogen werden. Ebenfalls geplant sind Vorinstallationen für die Schnellladung von Elektrofahrzeugen.
Das Baugesuch ist bis am 4. Juni öffentlich einsehbar.





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