Cantata Nova: Chorkonzert in der Kirche Heilig Geist

Anfang März singt die Cantata Nova ihr Frühlingskonzert mit Werken von John Dowland, Dieterich Buxtehude und Johann Sebastian Bach.

Foto: zvg.

Seit Januar probt der Chor Cantata Nova an dem barocken Programm für die Passionszeit, das mit jeder Probe mehr zum Klingen kommt und den Sängerinnen und Sängern grosse Freude bereitet. Von einem doppelchörigen Werk, über fünfstimmige Tutti-Sätze bis hin zu intimen Trios und Solos wird der Chor nicht nur gestalterisch, sondern auch solistisch vielfältig gefordert.

Buxtehudes «Membra Jesu Nostri» für Stimmen, Streicher und Basso continuo steht im Zentrum des Konzertes. Das in sieben Teilen komponierte Werk, welches laut Buxtehude «die heiligsten Gliedmasse unseres leidenden Jesu. In demütigster Verehrung und von ganzem Herzen» besingt, ist für die Passionszeit komponiert. Zwischen den sieben Teilen erklingen Auszüge aus Dowlands «Lachrimæ oder Seaven Teares», einer Sammlung von sieben Pavanen «set forth for the lute, viols or violins» für fünf Stimmen, in denen Dowland in Variationen derselben Melodie verschiedene Arten von Tränen vertont.

Melancholie

Die doppelchörige Motette «Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn» stammt vermutlich von Bach, der als junger Komponist den Fussmarsch von knapp 400 Kilometern von Arnstadt nach Lübeck auf sich nahm, um von Buxtehudes Orgelspiel und kompositorischem Schaffen zu lernen.

Es wartet ein Konzertabend voll trauernder, melancholischer und bittender Musik, in deren Schwere sich zeitgleich eine bittersüsse Schönheit birgt, der man sich als Zuhörer schwer entziehen kann.

Eingesandt von Jonas Gassmann

Das Frühlingskonzert

Sonntag, 1. März, 17 Uhr
Katholische Kirche Heilig Geist
Limmattalstrasse 146
Eintritt frei – Kollekte zur
Deckung der Unkosten

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