Gesundheit
Aus der Nachbarschaft: Das ist Siegerprojekt für das Gesundheitszentrum Grünau
Das Hauptgebäude soll instandgesetzt und mit einem Erweiterungsneubau anstelle des heutigen Personalgebäudes ergänzt werden. Das Team von Franziska Sebastian Müller Architekten GmbH gewinnt den Architekturwettbewerb.
16. Januar 2026 — MM (Medienmitteilung)
Gebäude zu erhalten, heisst nicht nur sie zu bewahren, sondern auch sie für die Zukunft weiterzuentwickeln, wie die Stadt Zürich schreibt: Das modernisierte Gesundheitszentrum für das Alter (GFA) wird neu 120 Plätze für Menschen mit einem mittleren bis hohen Betreuungs- und Pflegebedarf in spezialisierter Pflege sowie mehrere Wohnbereiche für an Demenz erkrankte Menschen anbieten können. Hinzu kommen sorgfältig gestaltete Aussenräume.
Mit öffentlichen Nutzungen soll das Gesundheitszentrum Grünau auch künftig eine Brücke zum Quartier schlagen und so zur Umsetzung der städtischen Altersstrategie 2035 beitragen. Diese setzt auf Offenheit der städtischen Altersinstitutionen gegenüber den Quartierbewohner*innen.
Weiterbauen für die Zukunft
Die Stadt Zürich hat einen Architekturwettbewerb durchgeführt, den das Team von Franziska Sebastian Müller Architekten GmbH mit GMS Partner und BÖE studio (Landschaftsarchitektur) aus Zürich gewonnen hat. Das Siegerprojekt ergänzt das Bestandsgebäude mit einem sechsgeschossigen Ersatzneubau und schafft damit ein überzeugendes neues Ensemble, das Alt und Neu zusammenfügt und die Geschichte dieses Ortes weiterschreibt.
Die Anordnung der Räume ermöglicht einen effizienten Betrieb und eine gute Orientierung innerhalb des Gesundheitszentrums. Der neue Haupteingang befindet sich an der Bändlistrasse direkt bei der Tramhaltestelle. In einem gemeinsamen Sockel, der über zwei Lichthöfe mit Tageslicht versorgt wird, sind die Verwaltungsräume und die öffentlichen Bereiche gut zugänglich vom Quartierplatz her angeordnet: Coiffeur und Podologie, ein Mehrzwecksaal sowie ein grosszügiges Restaurant mit Terrasse.
Naturnahe gestaltete Demenzgärten
Auf dem Dach dieses Sockels befinden sich, geschützt vor Einblicken, zwei naturnah gestaltete Demenzgärten. Von den Zimmern in den oberen Geschossen bietet sich ein Ausblick zum Stadt- oder Parkraum, der eine Teilhabe am Geschehen in der Umgebung erlaubt. Der Therapiegarten auf der Höhe des Quartiersplatzes ist öffentlich zugänglich. Nebst einem Beitrag zur Biodiversität werden zugleich ein Erlebnisraum und Begegnungsort geschaffen.
Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade soll die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien sicherstellen. Durch die Kombination eines Teilersatzneubaus in Holz-Beton-Hybridbauweise mit einer Instandsetzung lassen sich die Treibhausgasemissionen in der Erstellung gegenüber einem vollständigen Ersatzneubau um rund 15 Prozent reduzieren.
Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung des städtischen Immobilienstandards für umweltgerechtes und energieeffizientes Bauen geleistet. Mit dem vorliegenden Siegerprojekt wird es nun möglich, das Bauprojekt in den nächsten Phasen detailliert auszuarbeiten. Die Zustimmung der politischen Instanzen zum Ausführungskredit vorausgesetzt, können die Bauarbeiten voraussichtlich im Jahr 2029 beginnen.
Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich





0 Kommentare