Quartierleben
Areal Grünwald: Stadt schreibt Baurechtsvergabe aus
Ende 2025 wollte die SVP mit einer schriftlichen Anfrage im Gemeinderat wissen, wie es um die «Ringling-Wiese» in Höngg steht. Noch bevor diese Antwort gegeben wird, wird die Stadt konkret: Entstehen soll dort eine «vielfältige, klimagerechte Wohnsiedlung mit günstigen Mieten».
6. März 2026 — Redaktion Höngger
Das rund 31’600 Quadratmeter grosse «Areal Grünwald» im Rütihof bewegt Höngg und die Politik. Vor rund 20 Jahren sollte dort das Projekt «Ringling» mit 227 Wohnungen entstehen. Der Widerstand war gross, das Projekt wurde begraben. Im Jahr 2017 startete die Stadt unter dem Titel «Grünwald» schliesslich ein öffentliches Mitwirkungsverfahren zur weiteren Entwicklung des Areals. Im Jahr 2024 zog sich daraufhin die Gemeinnützige Bau- und Mietergenossenschaft Zürich (GBMZ), die eine der drei Baurechtsträgerinnen darstellte, aus dem Projekt zurück.
Vergangenen Dezember stellten die SVP-Gemeinderäte Johann Widmer und Reto Brüesch dem Stadtrat aufgrund dieser Entwicklung eine schriftliche Anfrage. So wollten sie etwa wissen, welche Lehren die Stadt aus dem bisherigen langjährigen Verfahren zieht, welche Fehler sie im bisherigen Vorgehen identifiziert hat und wie sie den Nutzen des Mitwirkungsprozesses beurteilt.
400 Wohnungen sollen dort entstehen
Diese Antwort steht aktuell noch aus. Doch wie auf der Website der Stadt Zürich nachzulesen ist, kommt Bewegung in die Sache. Bei den Gebiets- und Arealentwicklungen ist zu lesen, dass die Stadt auf dem Areal eine gemeinnützige Wohnsiedlung mit Platz für etwa 400 Wohnungen bei rund 34’000 Quadratmetern Wohnfläche sowie rund 2000 Quadratmetern Gewerbe- und Dienstleistungsflächen plant. Mit Wohnungen für alle Generationen und Räumen für Gemeinschaft spiele die künftige Siedlung eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Quartiers, heisst es dort.
Grundlage seien zehn städtebauliche Grundsätze, die im Jahr 2018 gemeinsam mit der Quartierbevölkerung erarbeitet wurden. Die Stadt Zürich arbeite weiter eng mit gemeinnützigen Bauträgerorganisationen zusammen und beziehe die künftigen Bewohnenden sowie die Nachbarschaft frühzeitig ein. Ziel sei es, bauliche Dichte und klimagerechtes Bauen mit hoher Wohnqualität und günstigen Mieten zu verbinden, wie es auf der Website heisst.
Gesucht wird eine neue gemeinnützige Bauträgerorganisation
Für die Umsetzung sucht die Stadt Zürich nun eine zusätzliche gemeinnützige Bauträgerorganisation. Sie ergänzt die bestehende Bauträgerschaft aus der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) und der Baugenossenschaft Sonnengarten (BGS). Sobald die dritte gemeinnützige Bauträgerorganisation bestimmt ist – voraussichtlich im Herbst 2026 –, startet ein Architekturwettbewerb für einen privaten Gestaltungsplan. Das Ergebnis wird für 2028 erwartet.
Quelle: stadt-zuerich.ch/de/planen-und-bauen/projekte-und-ausschreibungen





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