Quartierleben
Das Kraftwerk Höngg wurde abgestellt
Der niedrige Abfluss der Limmat bremst die Stromproduktion der EWZ-Kraftwerke. In Höngg wurde der Betrieb eingestellt, beim Letten und in Wettingen laufen nur noch einzelne Turbinen.
12. Oktober 2026 — Redaktion Höngger
Die drei Wasserkraftwerke des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) – Kraftwerke Höngg, Letten und Wettingen – können derzeit kaum Strom produzieren. Das teilte das EWZ dem «Tages-Anzeiger» mit.
Auslöser ist das fehlende Wasser im Zürichsee und in der Limmat: Weil der Seepegel sank, regelten das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) und der Bund den Abfluss in die Limmat. Im Sommer wurden dadurch noch rund 30 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgegeben – etwa 100 Kubikmeter weniger als sonst zu dieser Jahreszeit. Bereits im Juli lag die Stromproduktion der drei Kraftwerke laut EWZ 55 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.
Kraftwerke laufen nur teilweise
Inzwischen hat sich die Lage weiter zugespitzt. Der Seepegel sank weiter; Anfang Oktober reduzierte der Kanton den Abfluss in die Limmat auf 20 Kubikmeter pro Sekunde. Die tiefere Wassermenge sei vertretbar, weil die Temperaturen gesunken seien und kälteliebende Fische deshalb weniger gefährdet seien, schreibt der Kanton.
Für das Kraftwerk Höngg reicht das aber nicht mehr: Das EWZ stellte es ab. Beim Letten ist laut «Tages-Anzeiger» noch eine von zwei Turbinen in Betrieb. Im Kraftwerk Wettingen läuft eine von drei Maschinengruppen.
Keine Auswirkungen auf die Stromversorgung
Wie viel Strom den einzelnen Anlagen dadurch entgeht und welche finanziellen Folgen entstehen, beziffert das EWZ gemäss «Tages-Anzeiger» nicht. Eine Stromknappheit erwartet das Unternehmen dennoch nicht. Die drei Kraftwerke trügen nur einen kleinen Teil zur gesamten Stromproduktion bei; auch ein länger anhaltender tiefer Wasserstand hätte deshalb laut EWZ nur geringe Auswirkungen.
Wie sich die Abflussmenge in den kommenden Wochen entwickelt, ist offen. Sollte sie weiter sinken, könnten auch die noch laufenden Maschinen abgeschaltet werden. Das Wasser würde dann über die Wehre abfliessen, ohne zur Stromproduktion genutzt zu werden.




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