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Zweiter Workshop Grünwald

11. April 2018 von

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Online seit
11. April 2018

Printausgabe vom
12. April 2018
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Am Montag, 9. April, trafen sich rund 100 Personen in der Turnhalle des Schulhauses Rütihof zum Vertiefungsworkshop «Entwicklung Grünwaldareal», bei dem es darum ging, was dereinst auf dem ehemaligen «Ringling»-Areal gebaut werden soll.

Eingangs der Veranstaltung wurde seitens des Hochbauamtes kurz informiert, dass die Planung des Verkehrskreisels an der Frankentalerstrasse, Einmündung Geeringstrasse, tatsächlich wie im «Höngger» berichtet, noch nicht abgeschlossen sei, da man neu einen Veloweg auf der Frankentalerstrasse einplanen müsse. Und dass die Stadt zum Rekurs, der gegen die Aufhebung des Quartierplans Rütihof eingegangen sei, keine Stellung beziehe, da es sich um ein laufendes Rechtsmittelverfahren handle. Auf den nun laufenden Mitwirkungsprozess habe der Rekurs jedoch keinen Einfluss.
Einen solchen wird der Ausgang des Verfahrens, das mit ziemlicher Sicherheit von der einen oder anderen Partei bis vor Bundesgericht gezogen werden wird, jedoch auf den geplanten Projektwettbewerb haben, denn es ist ein Unterschied, ob mit rund einem Drittel mehr oder weniger Bruttoschossfläche geplant werden kann. Offen ist derzeit, ob die drei Bauträger das Urteil abwarten werden, um den Wettbewerb auszuschreiben: Theoretisch könnten sie diesen auch schon vorher lancieren, auf das Risiko hin, dass er, sollte das Urteil die Bruttogeschossfläche verändern, neu aufgelegt werden müsste – bliebe die Fläche gleich, wären sie hingegen schneller bereit für die Baueingabe.

Heterogene Wünsche und Ansprüche

Doch an diesem zweiten Workshop ging es nicht um solche Fragen, sondern um die Vertiefung von sechs im ersten Workshop formulierte Thesen. Dazu hatten die Planer die Baustrukturen im Rütihof analysiert und die drei vorherrschenden Bauformen – Zeilenbau, Hofbau und Punktbau – auf das freie Areal adaptiert. Die Teilnehmenden waren nun gefordert, die drei Varianten, die, was immer wieder erklärt werden musste nur als konzeptuelle Ausgangslagen dienten, auf ihre Kompatibilität mit den sechs Thesen zu prüfen und diese zu verfeinern. Die Ergebnisse des Abends zeigten ein sehr heterogenes Bild. Nur einige Beispiele: Während die einen um ihre persönliche Aussicht bangten, zogen die anderen sogar den Bau eines Hochhauses in Betracht. War ein Dorfplatz für die einen wichtig, mahnten die anderen, es habe ja bereits Dorfplätze im Rütihof. Diese wollten neue Begegnungszonen und jene fürchteten deren Auswirkungen. Hier mass man der Bachöffnung zentrale Bedeutung zu, dort fand man, der Bach habe sich nach den Bauten zu richten und nicht umgekehrt. Die einen wollen den Grünraum aktiv gestalten, die anderen fanden das absurd, da man ja im Rütihof von Grünräumen umgeben sei. Soll das Wegnetz offen für alle sein oder doch eher nur für die neuen Bewohner? Oder welche Bedeutung misst man dem Lärmschutz gegen die Regensdorferstrasse hin zu? So liesse sich die Aufzählung fortführen. Aber das ist normal, denn genau dafür sind solche Prozesse geschaffen. Mitte Juni wird der dritte und letzte Workshop stattfinden, im «Höngger» wird rechtzeitig über ein Inserat dazu eingeladen.

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