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Zünftiges Gipfeltreffen zur Jubiläumsweinprobe

28. Juni 2018 von

An der «Arbeit» – die Zunft Höngg an der Weinprobe im neuen Fasskeller der Firma Zweifel 1898.
Foto: Markus Spalinger

An der «Arbeit» – die Zunft Höngg an der Weinprobe im neuen Fasskeller der Firma Zweifel 1898.

Foto: zvg

Gipfeltreffen: Die drei Zunftmeister (v.l.n.r) Andreas R. Bihrer (Witikon), Daniel Fontolliet (Höngg) und Till Gontersweiler (Hard).

Foto: Markus Spalinger

Die Mitglieder und die Gäste der Zunft Höngg bei der Besammlung zur Weinprobe.

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Online seit
28. Juni 2018

Printausgabe vom
28. Juni 2018
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Mit der 20. Jubiläumsweinprobe der Zunft Höngg wurde der neu gestaltete Fasskeller der Firma Zweifel 1898 eingeweiht. Genau 100 Zünfter und ihre Gäste verkosteten den Zunftwein 2017 und viele exklusive Tropfen aus aller Welt.

420 Kilo. 100 Öchslegrade. Was im April 2017 mit verbreitetem Frost schwierig begonnen hatte, hat doch noch ein gutes Ende gefunden: Der Zunftwein 2017 konnte an der traditionellen Weinprobe der Zunft Höngg vom Zunftmeister Daniel Fontolliet freigegeben werden. Dies, obwohl sich seine Ehrengäste gegenüber dem Tropfen vom Klingen mit einem Augenzwinkern reserviert gezeigt hatten: Till Gontersweiler, Zunftmeister der Hard, sprach von einem «Zweitwein» und Andreas R. Bihrer, Zunftmeister der Zunft Witikon, hielt ihn lediglich für «besser als erwartet».

Freigabe des Jahrgangs 2017 ohne Vorbehalte

Allerdings hatte vor der durchzogenen Meinungsäusserung der Ehrengäste der Sprecher der zunfteigenen Rebbaugruppe, Alt-Zunftmeister Fritz Meier, weise vorgesorgt. Bei seiner Präsentation des aktuellen Jahrgangs erinnerte er die versammelten Höngger Zünfter und ihre Gäste unter anderem an das «önologische Klumpenrisiko» der zunftmeisterlichen Jury und die Willkür des Schicksals. Es bleibt dahingestellt, ob der Wein oder der vom Sprecher sanft aufgebaute Gruppendruck den Höngger Zunftmeister überzeugten. Jedenfalls liess er sich von seinen Ehrengästen nicht verunsichern und erteilte die Freigabe ohne irgendeine Einschränkung. Anschliessend oblag es den Anwesenden, den Zunftwein 2017 selber zu verkosten und sich von der Urteilskraft des Höngger Zunftmeisters zu überzeugen.
Und tatsächlich: Die Rebbaugruppe und Kellermeister Urs Zweifel bereiten dank grossem Einsatz und viel Fachkompetenz auch mit der neuesten Schöpfung runde Gaumenfreuden. Runde Zahlen zogen sich denn wie ein roter Faden durch den Abend: Genau 100 Personen wohnten am 15. Juni der 20. Weinprobe bei, die als erste Veranstaltung überhaupt im neu gestalteten Fasskeller der Firma Zweifel 1898 stattfand. Die dem Firmennamen neuerdings beigestellten Zahlen «1898» erinnern an das heuer 120-jährige Bestehen des Höngger Weinbau- und Mostereibetriebs, der 1958, also vor exakt 60 Jahren, die bekannten Chips professionell lancierte.

Verbindung von Tradition und Innovation

Das zeitliche Zusammenfallen dieser kleinen Jubiläen war Walter Zweifel, Statthalter der Zunft Höngg und Geschäftsführer der Zweifel Weine und Getränke AG, Grund genug, für die Jubiläumsweinprobe seine Schatzkiste zu öffnen und die Anwesenden auf eine Weinweltreise zu entführen. Zur Blinddegustation gab es eine exklusive Auswahl edler weisser und roter Tropfen aus Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien. Mit seinen persönlichen Geschichten zu jedem einzelnen der kredenzten Weine vermittelte Walter Zweifel nicht nur einen emotionalen Bezug. Vielmehr zeigte er eindrücklich auf, wie die sogenannte Neue Welt weinbautechnisch gesehen so neu gar nicht mehr ist und wie sich im Weinbau überlieferte Tradition und zukunftsgerichtete Innovation auf faszinierende Weise verbinden.

Eingesandt von Michael Stäheli

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