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Ratgeber

Wie versichert man eine Drohne?

2. Mai 2018 von

Christian Schindler, Generalagent der Mobiliar Zürich
Foto: zvg

Christian Schindler, Generalagent der Mobiliar Zürich

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Online seit
2. Mai 2018

Printausgabe vom
03. Mai 2018
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Sie schweben leicht durch die Luft und überblicken ganze Landstriche: Drohnen und Multicopter. Was Besitzer wissen müssen und wie sie sich gut absichern können.

Sie sind Meisterwerke der Technik für grosse und kleine Spielernaturen: Drohnen und Multicopter. Doch schnell ist es passiert – der grazile Flieger bleibt im nächsten Baum hängen oder stürzt ab. Ein teurer Spass, wenn man nicht versichert ist.

Versichert gegen Beschädigung

Eine Drohne gehört zum Hausrat – genauso wie das Fahrrad, das Sofa oder das Handy. Entsprechend ist das Fluggerät mit einer Hausrat-Kaskoversicherung gegen Beschädigungen versichert, die selber verursacht wurden. Die Hausrat-Kaskoversicherung ist eine Zusatzdeckung zur Hausratversicherung. Ob Schäden an Drohnen und Multicoptern in der Police gedeckt sind, weiss der persönliche Versicherungsberater.

Haftpflichtversicherung ist Pflicht

Eine Haftpflichtversicherung schützt vor Forderungen, die von Drittpersonen gestellt werden, welche durch das Flugobjekt einen Personen- oder Sachschaden erlitten haben. Bei manchen Versicherungen sind Drohnen von bis zu 30 Kilogramm in der Grunddeckung enthalten.

Die wichtigsten Vorschriften in der Schweiz

Für die Vorschriften in der Schweiz ist das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zuständig. Das Departement schreibt vor, dass man mit einem Fluggerät zwischen 0,5 und 30 Kilogramm eine Haftpflichtversicherungssumme von mindestens einer Million Franken aufweisen muss. Ebenfalls muss der Versicherungsnachweis beim Gebrauch der Drohne stets mitgeführt werden. Auch die Bedienung ist in der Schweiz gesetzlich geregelt: So dürfen Drohnen, die leichter als 30 Kilogramm sind, in der Schweiz über freiem Gelände ohne Genehmigung geflogen werden. Allerdings muss der Sichtkontakt jederzeit gewährleistet sein. Anders verhält sich die Situation, wenn Drohnen über Ansammlungen von Menschen geflogen werden. Ist die Drohne schwerer als 500 Gramm, ist das Fliegen über Menschenansammlungen verboten.

 

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