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Werdinsel: Dieses Jahr kein Openair

12. Mai 2011 von

Foto: zvg

Werdinsel: In geraden Jahren findet das Openair, in den ungeraden Jahren das Inselfäscht statt.

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12. Mai 2011

Printausgabe vom
12. Mai 2011
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Letztes Jahr fand es, nach einem Ausfall im 2009, an zwei Tagen statt, lockte 6000 Musikbegeisterte an und machte Lust auf mehr. Nun fällt das Werdinsel Openair aus Respekt vor den Anwohnern und wegen Absenzen im Organisationskomitee erneut aus – und wird künftig alternierend mit dem Inselfäscht stattfinden.

Die Meldung kam überraschend: «Das nächste Openair findet nicht in diesem Jahr statt, sondern wird im Sommer 2012 über die Bühne gehen», hiess es in einem Schreiben des Organisationskomitees des Werdinsel Openairs. Nach den vergangenen Anstrengungen und Wirrungen um eine jährliche Durchführung an jeweils zwei Tagen sorgte diese Nachricht für Erstaunen. OK-Präsident Ruedi Reding nannte zwei Hauptgründe für die Absage: «Wir möchten uns aus Respekt und Rücksicht gegenüber den Anwohnern der Werdinsel auf ein Festival alle zwei Jahre konzentrieren. Hinzu kommt, dass diverse Mitglieder des Organisationskomitees dieses Jahr auf Reisen sind oder nächstens – was uns alle freut – Eltern werden.» So wird also dieses Jahr nur eine Grossveranstaltung auf der Werdinsel stattfinden: das 14. Inselfäscht vom 15. bis 17. Juli, organisiert vom Theaterverein Zürcher Freizeit-Bühne. Dessen ehemaliger Präsident Heinz Jenni hatte bereits letztes Jahr, als das Inselfäscht aus Mangel an personellen Ressourcen nicht stattfand, die Idee geäussert, sich mit den Organisatoren des Werdinsel Openairs auf eine alternierende Durchführung der beiden Ereignisse alle zwei Jahre zu verständigen.

Weg für die Zukunft gefunden

Nun haben sich Reding und Jenni am Mittwoch, 4. Mai, getroffen, um einen gemeinsamen Weg in die Zukunft der beiden Grossanlässe auf der Werdinsel zu finden. «Damit die Anwohner nicht jeden Sommer zwei Anlässen mit lauter Musik ausgesetzt werden, haben wir uns auf die alternierende Durchführung geeinigt», berichtet Reding und Jenni ergänzt: «Die Zürcher Freizeit-Bühne organisiert das Inselfäscht – ein Anlass für die ganze Familie − dieses Jahr ohne die Hilfe eines anderen Vereins. Wir werden alles dafür tun, dass es ein erfolgreiches, schönes und fröhliches Fest wird.» Vom Erfolg dieses Jahr hänge es dann ab, ob und wie es in zwei Jahren weitergehe. Mit der getroffenen Übereinkunft signalisieren die beiden Vereine nun auch gegenüber der städtischen Bewilligungsstelle und der Gruppe Sicherheit und Sauberkeit Werdinsel (SISA) eine klare Haltung, die dort willkommen sein dürfte. Es taucht die Frage auf, wie es denn um die Motivation steht, nach elf Openairs weitere zu organisieren? Zumal der Verein auf nicht kommerzieller Basis arbeitet und auf das grosse Engagement seiner freiwilligen Mitglieder angewiesen ist. «Die Motivation und Freude, über zwei Jahre hinweg ein Openair zu organisieren, ist natürlich viel grösser, als wenn wir alle Jahre dem ‹Zeitdruck› ausgesetzt sind», beantwortet Reding die Frage. So betrachtet sei dies nun auch eine «Künstlerpause», um im Sommer 2012 wieder ein grandioses, zweitägiges Festival bieten zu können.

Nachwuchs kommt nur zögerlich

Auch wenn der «Nachwuchs», wie erwähnt, bereits in «Eigenproduktion» ist, kann das Organisationskomitee, von dem die meisten seit Jahren dabei sind, nicht so lange auf neue Kräfte warten – zumal Kinder ja tendenziell nicht in die Fussstapfen der Eltern treten möchten. Auf die «Nachwuchssorgen» angesprochen schmunzelt Reding: «Der OK-Nachwuchs ist langsam am Kommen – aber gut Ding will Weile haben.» Interessierte können sich gerne über www.werdinselopenair.ch beim Organisationskomitee melden.

Ende 1998 initiierten die Jugendarbeit der Stadt Zürich, die beiden Höngger Kirchgemeinden und die Pfadiabteilung St. Mauritius-Nansen ein Nachfolge-Projekt für die seit den Neunzigerjahren im Garten des «Sonneggs» unregelmässig stattfindenden Konzerte unter dem Titel «Höngger Openair». Daraus entstanden ist das Openair auf der Werdinsel, das am 11. September 1999 zum ersten Mal stattfand und sich seither zu einem festen Wert im kulturellen Leben Hönggs entwickelt hat.

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