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Dorfleben

Weinabgabe an Patinnen und Paten

26. September 2016 von

Foto: Fredy Haffner

Aus dem Wahllokal direkt zur Weinabgabe: Peter Forster nimmt stellvertretend für seine Frau Liliane von Max Furrer das «Patenkind» entgegen.

Foto: Fredy Haffner

Strahlende Gesichter am Tisch der Mitglieder der Rebbaugruppe: Urs Bodmer, Max Furrer, Martina Zürcher, Fritz Meier und Barbara Bläuer.

Ob die Wasser-Kalk-Mischung die Kirschessigfliege tatsächlich ablenkt?

Von

Online seit
26. September 2016

Printausgabe vom
29. September 2016
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Vergangenen Sonntag konnten Patinnen und Paten von Rebstöcken im Weinberg «Zum Chranz» zum zweiten Mal eine Flasche Wein ihres Patenkindes in Empfang nehmen.

Sie waren gerufen, im jüngsten und kleinsten der Höngger Rebberge, dem Rebberg «Zum Chranz» an der Gsteigstrasse hinter dem Ortsmuseum, eine Flasche Wein abzuholen: Die 120 Patinnen und Paten, die seit der Anlegung des Weinberges zwischen 2008 und 2010 die Patenschaft über einen der Rebstöcke übernommen hatten. Vergangenes Jahr konnten sie erstmals die in Flaschen gefüllte Ernte einfahren, einen «Prior» mit Jahrgang 2011 oder 2013. Nun, ein Jahr später, ist sein Nachfolger an der Reihe, der «Chranz-Wii» der Assemblage Prior und Cabernet Cortis mit Jahrgang 2014, der mit Vorteil noch ein Jahr im Keller reifen darf. 170 Kilo Trauben wurden von diesem Jahrgang an der Wümmet im kleinen Rebberg gelesen, was ein sehr gutes Ergebnis war. Der Jahrgang 2015, der nächstes Jahr abgegeben wird, sei vielversprechend, ist zu hören. Über den aktuell noch in den Reben hängenden 2016er kann hingegen erst spekuliert werden: Vor allem der falsche wie auch der echte Mehltau haben den Trauben zugesetzt – der Preis, den die Rebbaugruppe der Ortsgeschichtlichen Kommission des Verschönerungsvereins Höngg, die den Rebberg ehrenamtlich bewirtschaftet, zahlt, weil sie die Pflanzen nur sehr zurückhaltend spritzt.
Was derzeit die Trauben weiss überzieht, ist lediglich ein Gemisch aus Wasser und Kalk: «Man versucht so, die Kirschessigfliege abzulenken», erklärt Martina Zürcher, «es hat sich nämlich gezeigt, dass dieser Schädling vorwiegend dunkle Trauben bevorzugt, was wir hier mit dem Naturmittel Kalk machen, ist also eigentlich eine Tarnung der Trauben». Ob es wirkt wird sich zeigen. Derweil wird im Keller des Ortsmuseum Flasche um Flasche des 2014ers von Max Furrer mit der Nummer des jeweiligen Rebstocks beschriftet und von Ueli Stahel den Patinnen und Paten abgegeben. Und danach lässt es sich hinter dem Ortsmuseum, gleich neben dem Rebberg, gemütlich sitzen und den Wein probieren. Selbstredend nicht jenen aus der eigenen Flasche, sondern extra dafür aufbewahrten. Da stossen dann auch die Mitglieder der Rebbaugruppe gerne an, verdient haben sie es, nach ihrem grossen Engagement im und für den Weinberg «Zum Chranz».

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