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Wallis und Mount Everest an der Weinprobe der Zunft Höngg

23. Juni 2015 von

Foto: zvg

Der Höngger Zünfter Robert Zurbriggen bei der Präsentation des Apero Weines.

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Andreas Thiel, Hansheinrich Zweifel, Shirley Amberg (Sommelière Hiltl) und Patrik Z`Brun bei der Vorstellung des Zunftweins (v.l).

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Zunftmeister Daniel Fontolliet (rechts) und Ehrengast Rolf Schläpfer (Zunftmeister der Zunft zur Schmieden) bei der Abnahme des Zunftweins.

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Patrik Z`brun, Inhaber der Kellerei Vins des Chevaliers, bei der Vorstellung einer seiner Weine.

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Ehrengast Dr. iur. Marco Cereghetti und sein Begleiter Hans Hess (Reiterchef der Stadtzunft).

Von

Online seit
23. Juni 2015

Printausgabe vom
25. Juni 2015
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Bei der alljährlich stattfindenden Weinprobe der Zunft Höngg am Freitag, 19. Juni, im Fasskeller der Familie Zweifel trafen zwei Welten aufeinander: Das Wallis und der Mount Everest.

Die Sonne verwandelt das Wallis fast schon in ein mediterranes Land, das Tal am Oberlauf der Rhône bringt wundervolle Weine hervor. Das Wallis ist der grösste Weinkanton, in dem mehrere hundert Winzer rund zwei Fünftel der Schweizer Weine produzieren. Diese aus ungefähr 50 Traubensorten, darunter sehr alte, ausserhalb des Wallis kaum bekannten wie Petite Arvine, Amigne, Humagne blanc oder Humagne rouge und Cornalin. Die wichtigsten Sorten sind jedoch der Chasselas und der Pinot Noir, zunehmend auch der Syrah, der an den Hängen der Rhône reift.

Vorzügliches Menü mit harmonisch abgestimmten Weinen dazu

Wie an jeder Weinprobe der Zunft Höngg begleiteten auserlesene Weine den Aperitif und das vorzügliche Menü, welches in diesem Jahr wiederum durch die Candrian Catering AG kredenzt wurde. Zu jedem Gang konnten verschiedene, harmonisch auf die Speisen abgestimmte Weine degustiert werden. Diese wurden durch zwei Produzenten präsentiert: Robert Zurbriggen, Höngger Zünfter, Unternehmer und Experte der Alpenwein Kultur kennt die Walliser Weine, die Rebberge, Keller und die Arbeit der Winzer und Oenologen. Sein Fokus, den er in den letzten Jahren vollständig auf den Weinbau der Alpenländer ausgerichtet hat, begleitet ihn seit 40 Jahren mit Leidenschaft. Patrik Z’brun ist Unternehmer, Inhaber der Kellerei Vins des Chevalliers und begeisterter Bergführer. Am 21. Mai 2008 stand er eine Stunde auf dem 8848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest. Die Expedition hat ihm vor Augen geführt, wie abhängig auch er von den lokalen Führern, den Sherpas, ist. In der Folge gründete er die Swiss-Sherpa Stiftung mit einem eigens assemblierten weissen und roten Sherpa-Wein. Mit dem Verkaufserlös wird die professionelle Ausbildung der Sherpas zu anerkannten Bergführern unterstützt.

Höngger Zunftwein 2015

Auch in diesem Jahr stammt der Höngger Zunftwein von den rund 250 zunfteigenen Weinstöcken im Rebberg Klingen, die durch die Rebbaugruppe der Zunft liebevoll gehegt und gepflegt werden. Max Furrer präsentiert mit Euphorie und Herzblut den mit 97 Oechsle Grad herausragend gelungenen Pinot Noir und empfiehlt ihn dem Zunftmeister zur Freigabe als Zunftwein. Mit den im Jahr 2013 gekelterten Trauben sollen die wiederholt von Zürcher Zünftern geäusserten, derben Kritiken über den Höngger Zunftwein nun endgültig der Vergangenheit angehören.
Geschmacksicher und wortgewandt prüfte der Zunftmeister, Daniel Fontolliet, mit Augen, Nase und Gaumen den durch Urs Zweifel gekelterten Wein und fällte sein unumstössliches Urteil: Satte Farbe, schöner Beerenmix, dezente Gewürznote und wenig raue Tannine verleihen dem Wein einen mächtigen Körper und eine schöne Länge. Bei so viel Lob war es eine reine Formsache, den Wein für die kommenden Zunftanlässe freizugeben.

Ehrengäste und Damen

Umrahmt wurde der Abend mit den Damen der Zünfter und den Ehrengästen des Zunftmeisters, den Zunftmeisterkollegen Rolf Schläpfer von der Zunft zur Schmieden und Dr. iur. Marco Cereghetti von der Stadtzunft Zürich. Begleitet wurden sie durch den Zeugwart der Zunft zur Schmieden, Christoph Roth, und dem Reiterchef der Stadtzunft, Hans Hess. Mit Biss, Witz und Eloquenz unterhielten die Zunftmeister die Gesellschaft und boten ihnen damit nebst den Köstlichkeiten auf den Tellern und in den Gläsern einen weiteren Höhepunkt des Abends.

Eingesandt von Beat Kocherhans, Zunft Höngg

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