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Höngger Vereine

Volles Haus zum doppelten Geburtstag

9. Februar 2012 von

Foto: zvg

Jubilarinnen und Gäste: Die Trachtengruppe Höngg und ...

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... und Luise Beerli mit den jüngsten Gästen des Abends, Florian und Seppli, und deren Vater.

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Das Kinderjodelchörli Rägäbogä reiste aus dem Baselbiet an.

Von

Online seit
9. Februar 2012

Printausgabe vom
09. Februar 2012
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Dieses Jahr feiert die Trachtengruppe Höngg ihr 80-Jahr-Jubiläum, die Solojodlerin Luise Beerli ihren 70. Geburtstag. Mit einem grossen Fest wurde am vergangenen Samstag gefeiert.

Im Rahmen des letztjährigen Wümmetfäschts machten die Trachtengruppe Höngg und Luise Beerli mit einem Flyer erstmals auf ihr gemeinsames Geburtstagsfest vom 4. Februar aufmerksam. Eine Anmeldung war erforderlich, da man genau planen wollte. «Bis am 9. Januar waren die 390 Plätze im reformierten Kirchgemeindehaus restlos ausverkauft. Leider mussten wir über 30 weiteren Personen absagen», so Gaby Heidelberger, welche seit 13 Jahren Präsidentin der Trachtengruppe Höngg ist. Der Saal sowie die Tische waren liebevoll dekoriert und luden zum Verweilen ein, während ein währschafter «Buurehamme» mit Beilagen in kulinarischer Hinsicht zu den Klängen des Innerschweizer Akkordeonduos Urs Meier/Remo Gwerder mit Schöff Rösli und Carlo Gwerder für einen gelungenen Auftakt sorgte. Mit dem Einmarsch der Trachtenpaare fiel der Startschuss zum Abendprogramm. «Wir freuen uns sehr, mit Ihnen und Luise Beerli unser 80-Jahr-Jubiläum feiern zu dürfen. Es ist in der heutigen Zeit schön, dass es einen Verein mit Tradition und schweizerischer Kultur so lange gibt. Unsere drei Gruppen bestehen aktuell aus 64 Mitgliedern», so Heidelberger bei ihrer Begrüssung. Die Tanzgruppe entführte die Gäste zum Auftakt mit ihren Darbietungen auf die Sattelegg und ins Örgelihaus, bevor Luise Beerli in der Höngger Sonntagstracht ihr Lied «In Höngg isch öppis los» vortrug. Drei Wochen vor ihrem 70. Geburtstag verstand es Beerli, die Gäste mit viel Humor durch das Programm zu führen. Dank ihren guten persönlichen Beziehungen in der Musikwelt ist es der Solojodlerin zu verdanken, dass ein solch unterhaltsames Programm möglich war. Marcel Knörr als ehemaliger und langjähriger Präsident des Quartiervereins Höngg und Paul Zweifel als Präsident des Verschönerungsvereins blickten in ihren Festreden auf die Geschichte von Höngg sowie auf die legendären Ausfahrten von Luise Beerli mit dem Hürlimann-Traktor zurück (siehe «Höngger» vom 15. Oktober 2009). Das Schülerjodelchörli Rägäbogä aus dem Baselbieter Frenkendorf reiste mit 16 Kindern in Tracht und Blumenkränzen im Haar an. Mit antiken Utensilien wie Gepsli, Holzrechen und Nidlehafe traten sie auf die Bühne und überzeugten mit Jodel und Volksmusik. «Zweimal wöchentlich proben wir für unsere Auftritte, wobei wir auf viele engagierte Eltern zählen dürfen», betonte Susanna Borer als Leiterin der Kinder.

Jüngste Volksmusikstars

Als die «kleinsten Volksmusikstars der Schweiz» reisten Florian und Seppli aus dem Luzerner Seetal nach Höngg. Die beiden Buben im Alter von 13 und 15 Jahren vermochten das Publikum zu begeistern. Dabei durfte mit dem «Familienjodel» auch der Stadlstern-Siegertitel des «Musikantenstadls» aus der aktuellen CD nicht fehlen und eine Zugabe der Jungmusiker war gewiss. Für einen krönenden Abschluss sorgten die «Dorfspatzen» aus Oberägeri. Die erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Blaskapelle präsentierte unter der musikalischen Leitung von Markus Steimen mit ihren 15 Bläserinnen und Bläsern sowie einem Schlagzeuger ein breites Repertoire an Unterhaltungsmusik von Marsch, Polka, Walzer bis hin zu Pop und Rock, gepaart mit einem amüsanten Showprogramm. «Wir dürfen auf ein gelungenes Fest von insgesamt 150 Jahren zurückblicken», zeigte sich Heidelberger beim Ausgang zufrieden. Dies durfte sie auch sein, kamen die Anwesenden doch in den Genuss von einem über dreistündigen, abwechslungsreichen und unvergesslichen Festprogramm.

Geschichte der Trachtengruppe Höngg
1932 haben sich 18 junge Frauen, vor allem Bauersfrauen, entschieden, eine eigene Tracht zu nähen und die Trachtengruppe Höngg zu gründen. Auf den Latz wurde damals ein Traubenmotiv aufgestickt. Dies ist auch heute noch so, wenn auch laut Gaby Heidelberger «etwas exklusiver». Musste man früher noch Hönggerin sein, um mitjodeln zu können, so sind die Mitglieder heute auch aus der Umgebung. Ziel der Trachtengruppe Höngg ist die Pflege des schweizerischen Brauchtums mit Volksliedern und -tänzen. «Unsere Trachtengruppe verkörpert ein Stück Heimat und gehört einfach zu Höngg», stellt Präsidentin Gaby Heidelberger klar, deren Mutter Lina Hafner damals zu den Mitbegründerinnen der Trachtengruppe gehörte.

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