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Tropische Powerknolle für Schweizer Gärten

16. Mai 2017 von

Foto: Picturegarden | Rohner

Zierkartoffel im Oktober kurz vor der Ernte.

Von

Online seit
16. Mai 2017

Printausgabe vom
18. Mai 2017
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Sie stammen aus den Tropen und haben einen hervorragenden Geschmack: Süsskartoffeln, auch Bataten genannt, lassen sich jetzt auch in Schweizer Hausgärten kultivieren. Eine echte Bereicherung für den Garten – und fürs Auge!

Während Süsskartoffeln in vielen tropischen Ländern fix zum Speiseplan gehören, sind sie in hiesigen Lagen noch nicht allzu bekannt. Wer sie jedoch einmal entdeckt hat, der hat ihren süsslich-cremigen Geschmack bestimmt schätzen gelernt. Bis vor kurzem aus wärmeren Gefilden importiert, sind Süsskartoffeln seit ein paar Jahren aus Schweizer Kultur erhältlich. Die gute Nachricht für Hobbygärtnerinnen und -gärtner: Jungpflanzen stehen seit diesem Jahr in Gartencentern und Gärtnereien für den Anbau im eigenen Garten und auf dem Balkon bereit.

Vielfarbige Knollen

Ipomoea batatas, so der botanische Name des vielversprechenden Newcomers, sind denkbar einfach zu kultivieren. Da Süsskartoffeln Wärme lieben, sollten die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen (was jetzt der Fall ist) gekauft und in sandige, nährstoffreiche Erde ausgepflanzt werden. Die zu den Windengewächsen zählenden, mit den Kartoffeln nur entfernt verwandten Bataten gedeihen fast überall: Im Freiland, in Hochbeeten, Kübeln oder Töpfen – Hauptsache die Temperatur stimmt. Je nach Sorte bevorzugen Süsskartoffeln sonnige bis halbschattige Plätzchen; besonders wohl fühlt sich die tropische Knolle im Gewächshaus. Wie die Kartoffel entwickeln Bataten während des Sommers grosse, je nach Sorte weisse, gelbe, orange, rötliche oder violette Knollen, die im Herbst geerntet und für einige Zeit an einem frostfreiem Ort gelagert werden können.

Auch als Zierpflanze attraktiv

Ipomoea batatas bildet bis zu drei Meter lange Triebe und benötigt allenfalls eine Rankhilfe. Durch ihren üppigen Wuchs kann sie ganze Wände begrünen und sogar als Sichtschutz dienen. In Ampeln (Hängetöpfen) oder Pflanzgefässen machen ihre herabhängenden Triebe mit dem herzförmigen Laub eine gute Figur, ebenso die kleinen, allerdings kurzlebigen Blüten. Die Pflanze wirkt in Kombination mit Sommerblumen, beispielsweise Lantana oder Petunia, äusserst dekorativ.

Pflanz- und Pflegetipps

Süsskartoffeln sind dankbare und pflegleichte Pflanzen. Für den Anbau im Hausgarten gilt: Erst nach den Eisheiligen auspflanzen, also ab Mitte Mai, dazu einen geschützten, warmen Standort wählen – je nach Sorte sonnig bis halbschattig und sandige, nährstoffreiche Erde. Wöchentliche Düngergaben, Staunässe vermeiden, um Krankheiten zu verhindern. Pflanzen stets etwas feucht halten; eine Mulchschicht schützt vor Verdunstung. Die geernteten Knollen können bis zu einem Monat gelagert, sollten aber gelegentlich auf Fäulnis geprüft werden.

JardinSuisse ist der Branchenverband des Schweizer Gartenbaus. Ihm gehören 1700 Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus, der Topflanzen- und Schnittblumenproduktion, der Baumschulproduktion sowie des Gärtnerischen Detailhandels an. Er bietet seinen Mitgliedern eine umfassende Palette an Dienstleistungen. Dazu gehören die Beratung, die Unterstützung bei der Werbung, die Zertifizierung von Produktionsbetrieben und vieles anderes mehr. Der Verband betreut zudem die gärtnerische Berufsbildung von der Grundbildung bis zur Ausbildung zum Gärtnermeister.

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