«Tempo 30 nachts» während dreier Monate

Ab 8. Juli testet die Dienstabteilung Verkehr (DAV) auf vier überkommunalen Strassenabschnitten die Wirkung von «Tempo 30 nachts» (22 bis 6 Uhr). Es wird geprüft, ob mit dieser Massnahme der übermässige Lärm abnimmt. Der Versuch dauert drei Monate.

Nachdem die im Januar 2014 publizierten Verkehrsvorschriften im September 2017 mit einem Urteil des Verwaltungsgerichts rechtskräftig wurden, kann die DAV in Zusammenarbeit mit Umwelt- und Gesundheitsschutz, dem Tiefbauamt und den Verkehrsbetrieben Zürich den Versuch mit einer nächtlichen Temporeduktion durchführen. Auf vier Strassenabschnitten gilt versuchsweise ab 8. Juli während dreier Monate zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30. In Höngg betrifft dies die Strecke Am Wasser/Breitensteinstrasse zwischen Europabrücke und Wipkingerplatz.

Lärmemissionen deutlich verringern

Im Vorgang zum Versuch erfolgten bereits verschiedene Messungen wie Fahrzeugmengen, Geschwindigkeiten und Lärmpegel. Während der Versuchsphase finden ebenfalls Messungen statt, die Vergleichswerte liefern. Damit lassen sich die Auswirkungen und der Nutzen von «Tempo 30 nachts» auswerten. Mit «Tempo 30 nachts» wird angestrebt, in Wohngebieten die übermässigen Lärmimmissionen während der Nachtstunden wahrnehmbar zu reduzieren. Damit soll ein Beitrag zum Gesundheitsschutz und zur Verbesserung der Wohnqualität geleistet werden. Der Versuch wird Erkenntnisse über die Wirksamkeit dieser Massnahme bringen. Auf drei Abschnitten verkehren öffentliche Verkehrsmittel. Die Fahrzeitenverlängerung durch die Temporeduktion während der Nachtstunden wird von den VBZ als zumutbar eingestuft.
Die Interessensgruppe Am Wasser Breitenstein (IG AWB) äussert sich auf ihrer Homepage erfreut über den Bescheid der Stadt und ist überzeugt, dass der Strassenlärm abnehmen wird. Sie fordert deshalb, dass Tempo 30 nachts nach dem dreimonatigen Testlauf definitiv eingeführt wird, «so, wie das an Wohnstrassen dem Normalfall entspricht». Ein generelles Tempo 30 wurde vom Stadtrat bereits beschlossen, ist derzeit aber noch durch Rekurse von ACS und TCS blockiert.

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