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Tempo 30 – ausser für die letzten 400 Meter

13. Oktober 2011 von

Foto: Fredy Haffner

Vereinfachte Signalisation am Anfang der Michelstrasse . . .

Foto: Fredy Haffner

. . . doch ab hier darf wieder 50 gefahren werden – für 400 Meter.

Von

Online seit
13. Oktober 2011

Printausgabe vom
13. Oktober 2011
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Im Einzugsgebiet der Michelstrasse gilt seit Ende April eine vereinfachte Verkehrssignalisation. Doch die alte Tempo-30- Regel wurde beibehalten und endet unterhalb des Friedhofs. Warum eigentlich?

Seit Ende April gilt im Gebiet nördlich der Regensdorferstrasse und westlich der Gsteigstrasse unter dem Motto «Weniger ist mehr» ein Pilotprojekt der Dienstabteilung Verkehr (DAV), eine vereinfachte Verkehrssignalisation: An den entsprechenden Zufahrten weisen nur noch je ein allgemeines Parkverbot, die Signalisation für die blaue Zone mit Bewilligung 8049 und ein Zone-30-Schild auf die allgemeinen Verkehrsregeln hin. Doch ausgerechnet die Zone 30 gilt nicht für das ganze Gebiet, wie aufmerksamen Verkehrsteilnehmern aufgefallen ist, sondern endet an der Michelstrasse bergwärts gleich unterhalb des Friedhofs. Das befremdet, beginnt doch dort auch jener Bereich, der am ehesten von verschiedenen Verkehrsteilnehmern genutzt wird: Friedhofsbesucher, Hündeler, Sportler, Kinder − auch auf dem Weg von den Umkleidekabinen des Sportvereins zum Trainingsplatz − und andere Spaziergänger befinden sich unmittelbar wieder in einer Tempo- 50-Zone. Und dies für eine minimale Reststrecke bis zum Schützenhaus von rund 400 Metern, auf der sich eine Beschleunigung auf Tempo 50 für den motorisierten Verkehr vernünftigerweise kaum anbietet. Der «Höngger» wollte von der DAV wissen, weshalb nicht das ganze Gebiet zur Tempo-30-Zone erklärt wurde. «Bei diesem Projekt wurde im betreffenden Gebiet bewusst nur die seit Juni 2000 bestehende Tempo-30-Zone berücksichtigt», erklärte Heiko Ciceri, Kommunikationsverantwortlicher der DAV. Hätte eine Ausdehnung der Zone stattgefunden, so hätte dies mit einer amtlichen Publikation der neuen Verkehrsvorschriften erfolgen müssen. Bei der jetzt gewählten Lösung war zwar auch eine amtliche Publikation erforderlich, doch musste de facto nur die Parkverbotszone neu ausgeschrieben werden. «Wäre nun noch eine Ausdehnung der Tempo- 30-Zone in Erwägung gezogen worden, wäre die Gefahr, dass Einsprachen gerade gegen diese Ausweitung der Tempo-30-Zone eingehen und unter Umständen das ganze Pilotprojekt unnötigerweise zeitlich verzögern würden, erfahrungsgemäss gross gewesen», gab Ciceri zu bedenken und fügte an, dass eine allfällige Ausweitung zu einem späteren Zeitpunkt, sollte ein wirkliches Bedürfnis bestehen und Gründe dafür sprechen, sicherlich denkbar sei.

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