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Politik / Im Blickfeld

Tagesschulen mit Wahlmöglichkeit

2. Mai 2018 von

Foto: zvg

Claudia Rabelbauer, EVP

Von

Online seit
2. Mai 2018

Printausgabe vom
03. Mai 2018
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Das Tagesschul-Modell soll bis 2025 flächendeckend in allen Schulkreisen eingeführt werden. Mit dem Objektkredit von 74,5 Mio. Franken können weitere 24 Schulen mit Tagesschulstrukturen ausgebaut werden.

Die EVP begrüsst den Ausbau der Tagesschulen von bisher sechs Pilotschulen auf neu 30 Tagesschulen in der zweiten Pilotphase. Damit wird dem wachsenden Bedürfnis nach Tagesstrukturen Rechnung getragen. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf brauchen die Familien ein bedarfsgerechtes und kinderfreundliches Betreuungsangebot.

Eltern können ihre Kinder vom Mittagstisch abmelden

An Tagen mit Nachmittagsunterricht essen alle Kinder eine warme und ausgewogene Mahlzeit in der Schule und werden von Lehr- und Hortpersonal betreut. Wer keine Mittagsbetreuung braucht, kann seine Kinder aber auch abmelden. Der Mittag wird zwar um 25 Minuten verkürzt, trotzdem verbleiben fast 1,5 Stunden, um die Kinder zu Hause verköstigen zu können. Dies ist ein Anliegen, das der EVP bei der Ausgestaltung der Vorlage besonders wichtig war.

Die heutigen Hortstrukturen kommen an ihre Kapazitätsgrenzen

Mit den bisherigen Hortstrukturen kommen die Schulen wirtschaftlich und räumlich an ihre Kapazitätsgrenzen. Es braucht mehr Platz und auch mehr Personal. Dies erfordert eine Optimierung der Ressourcen. Unterricht und Betreuung arbeiten in der Tagesschule enger zusammen, Synergien können besser genutzt werden. Das Lehrpersonal hat so auch die Möglichkeit, ein Kind mal ausserhalb des Unterrichts zu erleben und die Beziehung zu den Kindern zu vertiefen. Trotz der Synergien fallen in der Projektphase Kosten an für bauliche Infrastrukturmassnahmen und die Betreuung.

Stundenpläne sowie Freizeitaktivitäten werden Familienkompatibel

Stundenpläne werden für Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern aufeinander abgestimmt. Es wird darauf geachtet, dass Kinder aus der gleichen Familie an denselben Nachmittagen Schule haben. Der Mittwochnachmittag bleibt weiterhin für alle schulfrei. Auch die Freizeitaktivitäten sollen mit der Schule abgestimmt werden. Musikschule, Sport oder kirchlicher Unterricht können an den schulfreien Nachmittagen bereits ab 15 Uhr angeboten werden. Zudem bietet die Schule freiwillige Aufgabenhilfestunden an und kommt damit vielen von Hausaufgaben geplagten Familien sehr entgegen.

Claudia Rabelbauer, Gemeinderätin EVP

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