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Streit um «Ringling» geht weiter

17. April 2014 von

Foto: Fredy Haffner

Die letzte grosse, freie Bauparzelle im Rütihof. Die Überbauung bleibt weiter durch Einsprachen blockiert. Aktuell ist dort nur der Baustellenplatz für den Glasfaser-Netzbau des ewz.

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17. April 2014

Printausgabe vom
17. April 2014
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Wie am 3. April bekannt wurde, schützt das Baurekursgericht Zürich die Baubewilligung für das Wohnbauprojekt «Ringling» im Rütihof. Doch die Gegner ziehen den Rekurs an das kantonale Verwaltungsgericht weiter.

Der Streit um die Bebauung der letzten grossen Landparzelle im Rütihof ist innert kurzer Zeit um zwei Episoden reicher geworden: Das Baurekursgericht Zürich hat den von der IG pro Rütihof und der Interessengemeinschaft der Eigentümer (IGER) erhobenen Rekurs gegen die im Januar 2013 erteilte Baubewilligung für das gemeinnützige Wohnbauprojekt «Wohnen für alle am Grünwald» − wie der «Ringling» offiziell heisst − abgelehnt. Die drei beteiligten Bauträgerinnen, die Baugenossenschaft Sonnengarten, die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich und die Gemeinnützige Bau- und Mietergenossenschaft Zürich, freuten über den klaren Entscheid, wie sie am 3. April in einer Medienmitteilung verlauten liessen. Sie hofften, möglichst bald mit dem Bau beginnen zu können.

Gegner geben nicht auf – Kritik an Anforderungen

Daraus wird nun jedoch nichts, denn die «Ringling»-Gegner ziehen den Entscheid an die nächste Instanz, das Verwaltungsgericht Zürich, weiter, wie einer dem «Höngger» vorzeitig zugestellte Medienmitteilung zu entnehmen ist. Sie erheben darin den Vorwurf, dass diverse Fragestellungen und Beanstandungen nicht behandelt oder mit ungenügenden Darlegungen «umfahren» worden seien. Die hauptsächliche Kritik gelte indes weiterhin der Nichterfüllung der erhöhten Anforderungen für Arealüberbauungen gemäss Planungs- und Baugesetz, wonach solche Bauten und Anlagen sowie deren Umschwung «besonders gut gestaltet sowie zweckmässig ausgestattet und ausgerüstet» sein müssen – was nach Meinung der Gegner von «Ringling» nicht erfüllt wird. Mit dem Entscheid des Weiterzugs an das Verwaltungsgericht bleibt die Überbauung des Areals erneut bis auf Weiteres blockiert.

Weitere Informationen
Pro: www.wohnen-am-gruenwald.ch
Contra: www.pro-ruetihof.ch

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