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Stadtratswahlen 2018: Es kandidiert…

24. Januar 2018 von

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Roger Bartholdi, Stadtratskandidat der SVP

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Online seit
24. Januar 2018

Printausgabe vom
25. Januar 2018
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Am 4. März finden in Zürich Gemeinde- und Stadtratswahlen statt. Im «Höngger» präsentieren sich Stadtratskandidatinnen- und Kandidaten und stellen sich den Fragen der Redaktion. Heute Roger Bartholdi, SVP.

Welche zentralen Themen beschäftigen Ihrer Meinung nach die Zürcher Stadtbevölkerung?

Aufgrund der Zuwanderung benötigen wir immer mehr Wohnungen, Leistungsausbau des ÖV/MIV, mehr Ausbildung- und Arbeitsplätze, mehr Schulhäuser – und dennoch muss die Stadt Zürich attraktiv bleiben. Die illegale Entsorgung von Abfall ist und bleibt eine grosse Herausforderung, aber auch die Kriminalität und die Gewalt von vermummten Personen bei Demonstrationen oder von Hooligans ist erschreckend. Dazu kommt die Tolerierung von «rechtsfreien» besetzten Häusern wie dem Kochareal.
Die Aussichten der städtischen Finanzpolitik sind düster. Gemäss Stadtrat (AFP) ist ab 2019 jedes Jahr ein Defizit von einem dreistelligen Millionenbetrag trotz Rekordsteuereinnahmen geplant, dazu kommt noch ein hoher Schuldenberg der weiterwachsen soll. Die beiden Stadtspitäler sind bereits heute aufgrund der fehlenden Strategie ein finanzielles Desaster und kosten die steuerzahlenden Personen ein Vermögen – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Welche Themen beschäftigen Ihrer Meinung nach speziell die Höngger Bevölkerung?

Einer der schlimmsten Vorfälle war die Quälerei von Tieren auf dem QuarTierhof im September 2017. Dass Menschen diesen unschuldigen Fellknäueln derart schreckliches antun und sogar umbringen können, macht mich auch noch heute fassungslos und wütend. Ich habe selber zwei Fellnasen der Rasse Landseer.
Ein Dauerbrenner ist natürlich der Verkehr, der auch in Höngg und Wipkingen zu wenig fliesst. ÖV, Autos und Velos bleiben im Stau stecken. Als Velofahrer setze ich mich für alle Verkehrsteilnehmende ein und würde nicht eine einseitige ideologische Verkehrspolitik betreiben.

Welches Ereignis hat Sie ursprünglich politisiert?

Auslöser waren die Verbote und Einschränkungen aufgrund der Waldsterbe-Hysterie. Allerdings konnte ich damals noch nicht der Partei beitreten. Mir wurde mitgeteilt, man müsse mindestens 18 sein.
Die fortschreitende Verbotskultur wird nicht gestoppt. Als tagtäglicher Velofahrer esse ich nicht jeden Tag Fleisch und lege grossen Wert auf Bio-Produkte, auch Reisen mit dem Flugzeug kommen für mich kaum mehr in Frage. Dies ist aber mein Entscheid, solche Verbote anderen aufzuerlegen lehne ich kategorisch ab. Hingegen setze ich mich aktiv für den Umweltschutz ein. So zum Beispiel beim Velorennen von «Switzerland for the Oceans» Zürich – Monaco durfte ich nicht nur mitfahren, sondern auch die ehrenvolle Eröffnungsansprache halten. Das gesponserte Geld wurde gegen die Plastikverschmutzung in den Weltmeeren eingesetzt. Wussten Sie, dass im Jahr 2050 gewichtsmässig mehr Plastik als Fische in den Meeren zu erwarten ist?

Was reizt Sie am Amt des Stadtrates?

Ich möchte Zürich vorwärtsbringen. Zudem möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Gebühren und Abgaben nicht immer weiter steigen, sondern reduziert werden können. Besonders Familien aber auch Working Poors sind auf Entlastungen angewiesen.

Warum braucht es genau jemanden wie Sie in der Regierung?

Erstens weil die Konkordanz wieder gelten und alle grossen Parteien im Stadtrat angemessen vertreten sein sollen. Zweitens weil ich mit meiner langjährigen Erfahrung (seit 2002 Gemeinderat, davon acht Jahre Geschäftsprüfungskommission, mit der Krönung als Gemeinderatspräsident 2016/17) die Abläufe und die Verwaltung bestens kenne. Und drittens, weil mich neben der eigenen Partei auch die CVP und FDP unterstützen, aber auch zahlreiche Organisationen: unter anderem Wirtschaftsverbände, Gewerbeverband, Arbeitnehmerverbände, Gewerkschaften und der Zürcher Stadtverband für Sport. So eine breite Unterstützung hat kein anderer Kandidat oder Kandidatin. Deshalb wäre ich ein Stadtrat für alle Bürgerinnen und Bürger.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen guten Stadtrat aus?

Ein guter Stadtrat oder eine gute Stadträtin setzt sich zum Wohl des Volkes, des Gewerbes, der Wirtschaft, des Personals und der Finanzen ein. Es ist unverantwortlich, bei Rekordsteuereinnahmen Defizite zu machen und das Fremdkapital bis 2021 auf 13 Milliarden weiter auszubauen. Ein guter Stadtrat, eine gute Stadträtin, gibt einen Teil von Rekordeinnahmen an die Bevölkerung wieder zurück, durch sie Senkung von Gebühren, Abgaben und Steuern.

Wie stehen Sie zum Stadion-Projekt «Ensemble», das in Höngg kontrovers diskutiert wird?

Das Stadion wird kaum kontrovers diskutiert, höchstens die zwei Hochhäuser. Diese sind allerdings notwendig, wenn man mehr Wohnungen haben möchte und eine Fremdfinanzierung des Stadions. Als begeisterter Sportler (u.a. Finisher Single Gigathlon 2017, Ultrawettkämpfe sowie Oberschiedsrichter Swiss Triathlon) setze ich mich für den Sport und für das Stadion ein.

Würden Sie von der Parteilinie abweichen, wenn es der Sache diente?

Wenn man im Gesamtstadtrat in der Minderheit war, muss man dennoch die Mehrheit gegen Aussen glaubwürdig vertreten. Dies ist beim Regierungsrat oder Bundesrat nicht anders.

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