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Wiener Facetten

30. Mai 2018 von

Die Sinfonietta Höngg lädt ein zur Serenade, diesmal führt die Reise nach Wien.
Foto: zvg

Die Sinfonietta Höngg lädt ein zur Serenade, diesmal führt die Reise nach Wien.

Von

Online seit
30. Mai 2018

Printausgabe vom
31. Mai 2018
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Die Sinfonietta lädt alle Interessierten ein, mit ihr zusammen 150 Jahre Wiener Musikgeschichte zu durchstreifen.

Das kurze Haydn-Divertimento mit seiner rokokohaften Verspieltheit und Leichtigkeit lässt die Zuhörenden sozusagen die frühen Morgenstunden der Wiener Klassik miterleben. Der erst 16-jährige Schubert beeindruckt mit seiner kaum gespielten ersten Sinfonie, die seine grosse Verehrung für die klassischen Vorbilder Haydn, Mozart und Beethoven zeigt, andererseits aber in Harmonik, Instrumentierung und Form bereits Schuberts unverwechselbaren Personalstil offenbart, den Kenner in seinen bekannteren Werken so sehr lieben. Die letzten Sonnenstrahlen der Romantik leuchten einem in Mahlers wunderbarem Adagietto von 1902 entgegen, das sicher nicht zu Unrecht oft als eine in Töne gekleidete Liebeserklärung an seine Frau Alma gedeutet wird, andererseits aber auch auf unvergleichliche Weise die brüchig gewordene Schönheit des zu Ende gegangenen Jahrhunderts und die ins Wanken geratenen Gewissheiten der alten Weltordnung besingt. Nun ist es Abend geworden, und aus der anderen Hauptstadt der Donaumonarchie wehen die ebenso mitreissenden wie schwermütigen Klänge der Ungarischen Tänze von Johannes Brahms zu uns herüber und laden mit ihren temperamentvollen Rhythmen und leidenschaftlichen Melodien ein, in die Sommernacht hinauszutanzen. Die Sinfonietta Höngg freut sich auf viele Besucher.

Serenade der Sinfonietta Höngg
Mittwoch, 20. Juni, um 20 Uhr. Ausnahmsweise im Saal des reformierten Kirchgemeindehauses und nicht wie üblich in der Reformierten Kirche. Eintritt frei – Kollekte.

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