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Seilbahn zum Hönggerberg noch nicht vom Tisch

2. Mai 2018 von

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Online seit
2. Mai 2018

Printausgabe vom
03. Mai 2018
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Ein ursprünglich als Motion eingereichter Vorstoss zur Prüfung einer Anbindung der ETH Hönggerberg durch eine Seilbahn wurde neu als Postulat an den Stadtrat überwiesen.

Am 12. Juli 2017 reichten die Gemeinderäte Michael Baumer und Dr. Christoph Luchsinger (beide FDP) eine Motion ein, mit welcher der Stadtrat beauftragt wurde, dem Gemeinderat einen Projektierungskredit vorzulegen, um die nötigen Grundlagen für eine Anbindung der ETH Hönggerberg durch eine Seilbahn zu erarbeiten. Begründet wurde der Antrag unter anderem damit, dass ein Bedürfnis für diese Verbindung bestünde, welches durch den Ausbau der ETH noch erhöht würde. Der Regierungsrat hatte den Eintrag einer Seilbahn von Altstetten nach Höngg sowie von Affoltern nach Höngg, in den Richtplan jedoch 2017 abgelehnt, worauf der Gemeinderat Beschwerde gegen den Beschluss erhob, der Entscheid des Verwaltungsgerichts steht noch aus. Bereits im Dezember 2017 lehnte der Stadtrat die Motion ab, da die zusätzliche Verkehrsnachfrage durch eine Kapazitätssteigerung des bestehenden Busangebots zweckmässiger und effizienter bewältigt werden könne als mit einem zusätzlichen Seilbahnsystem. Die Elektrifizierung der Linien 69 und 80 und die damit verbundene Möglichkeit für den Einsatz von Doppelgelenktrolleybussen würden ausserdem ideale Voraussetzungen für einen mittelfristigen Angebotsausbau auf diesen Buslinien schaffen. «Aufgrund der grossen Schwierigkeiten bei der Einpassung ins Stadt- und Landschaftsbild, der hohen Einsprache- und Entschädigungsrisiken und der fehlenden Aussicht auf eine Finanzierung durch die öffentliche Hand müssen die Realisierungschancen ohnehin als minimal beurteilt werden», schrieb der Stadtrat, erklärte sich aber bereit, den Vorstoss als Postulat entgegenzunehmen. Am 11. April hat der Gemeinderat nun das Postulat an das Departement der Industriellen Betriebe überwiesen, damit hat der Stadtrat zwei Jahre Zeit, es zu prüfen. Inwiefern sich die Argumente von den bereits aufgezählten unterscheiden werden, ist fraglich.

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