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Ratgeber

Schwitzen im Zaum halten

11. April 2017 von

Foto: zvg

Huld Brem, Apothekerin ETH.

Von

Online seit
11. April 2017

Printausgabe vom
13. April 2017
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Schwitzen ist ein ganz normaler Prozess des Körpers. Dabei wird Schweiss von speziellen Schweissdrüsen gebildet, kühlt durch Verdunstung ab und wirkt einer Überhitzung entgegen.

Die Schweissdrüsen sind über den ganzen Körper verteilt, doch besonders zahlreich sind sie an den Handflächen und Fusssohlen sowie im Gesicht und in den Achselhöhlen. Ist die Schweissbildung übermässig, kann dies für die Betroffenen zu einer grossen Belastung werden. Während der Körper unter normalen Bedingungen mindestens 100 bis 200 Milliliter Schweiss pro Tag produziert, können in extremen Situationen beispielsweise bei grosser Anstrengung und hohen Temperaturen bis zu zwei Liter Schweiss pro Stunde abgegeben werden. Viele Menschen leiden unter übermässiger Transpiration, wobei die Auslöser unterschiedlich sein können. Zum einen spielen Veranlagung aber auch emotionaler Stress, ungesunder Lebensstil, hormonelle Umstellung, diverse Erkrankungen sowie gewisse Medikamente eine Rolle. Sie alle können die Schweissproduktion erhöhen. Es gilt darum genau abzuklären, welches die Ursachen für das Schwitzen sind.

Aluminium-Salze gegen übermässiges Schwitzen

Um übermässiges Schwitzen zu reduzieren, werden meistens Aluminium-Salz-Lösungen verwendet. Das Aluminium verengt die Schweissdrüsen, dies führt nach einigen Tagen zu einer Verminderung der Schweissproduktion. Bei konzentrierten Präparaten reicht oft eine Anwendung im Abstand von jeweils drei bis fünf Tagen. Aluminium-Präparate gelten gemäss Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) als sicher, sollten jedoch nicht auf irritierter oder verletzter Haut aufgetragen werden. Auf dem Markt sind auch zahlreiche Produkte ohne Aluminium-Salze erhältlich. Als Alternative gibt es Produkte, welche die Geruchsbildung verhindern. Schweiss ist an sich praktisch geruchlos, erst durch bakterielle Zersetzung bildet sich der unangenehme Geruch. Genau dort setzen Deodorants an, indem sie die bakterielle Aktivität bremsen. Kann mit diesen Mitteln das Schwitzen noch zu wenig unter Kontrolle gebracht werden, bietet sich der Gang zum Dermatologen an. Spezialisierte Apotheken bieten kompetente Beratung, vielfältige Produkte und hilfreiche Tipps gegen übermässiges Schwitzen.

Apotheke zum Meierhof
Huld Brem, Apothekerin ETH
Limmattalstrasse 177
Telefon: 044 341 22 60
www.haut-und-ernaehrung.ch

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