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Vereine

Rotschwänzchen im Winterwald

8. Februar 2017 von

Foto: Marcel Ruppen

Junger Hausrotschwanz

Von

Online seit
8. Februar 2017

Printausgabe vom
09. Februar 2017
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Zum Naturspaziergang am Sonntag, 26. Februar, sind Erwachsene und Kinder eingeladen. Eine Geschichte über ein Rotschwänzchen bildet den roten Faden dieser Veranstaltung des Natur- und Vogelschutzvereins Höngg.

Wie viele andere Vogelarten zieht der Hausrotschwanz im Winter Richtung Süden, oft in den Mittelmeerraum. Doch jedes Jahr können einige von diesen Kurzstreckenziehern beobachtet werden, die versuchen, dem Winter zu trotzen und in der Schweiz zu bleiben. Geht die Strategie auf, sind sie die ersten, welche im Frühling ein Revier beziehen können und haben so einen Vorteil gegenüber ihren Artgenossen, die nach und nach aus dem Mittelmeerraum zurückkehren. Doch der Winter ist hart. In der Geschichte beobachteten Rotschwänzchen verschiedene Tiere bei ihrer Futtersuche. Können andere Vogelarten einen Hinweis auf Futterquellen geben? Amseln und Drosseln picken die letzten Beeren von den Sträuchern, Buchfinken suchen am Boden nach Buchennüsschen oder anderen Samen, und verschiedene Meisenarten turnen in den Zweigen herum. Dem Hausrotschwanz als Insektenfresser genügen diese Nahrungsquellen nicht. Nüsse und Samen kann er mit seinem feinen Schnabel nicht öffnen.

Gibt es andere Vorbilder?

Beim Spaziergang können die verschiedenen Wintervögel beobachtet werden. Die grossen Waldtiere lassen sich seltener blicken, aber ihre Spuren zeigen deutlich, dass sie da sind. Auch ohne Schnee lassen sich Hinweise wie Frassspuren, Kot oder Liegeplätze entdecken. Rehe sind mit ihrem dichten graubraunen Winterfell im kahlen Wald gut getarnt und fallen nur auf, wenn sie wegrennen. Ihren Speisezettel und ihren Verdauungsapparat haben sie der Jahreszeit angepasst. Andere Tierarten fressen sich Fettpolster an, verstecken Nahrungsvorräte oder verschlafen die kältesten Tage. Die Kinder können sich aktiv daran beteiligen, das Rätsel zu lösen, welche Strategie dem Rotschwänzchen weiterhelfen kann, während die Erwachsenen beobachten und ihr Wissen auffrischen. Im März kehren auch die Hausrotschwänze aus dem Winterquartier zurück. Gerne sitzen sie auf exponierten Warten wie einem Hausdach und lassen ihren kratzenden Gesang ertönen. Vielleicht ist bei den ersten auch das Individuum, welches Mitte Januar in Höngg gesichtet wurde. 

Naturspaziergang mit dem NVV Höngg: Sonntag, 26. Februar, 13.30 bis 15.30 Uhr, Treffpunkt Haltestelle Schützenhaus Höngg, Bus 38. Der Anlass ist kostenlos und findet bei jedem Wetter statt! Sehr warme Kleider und Schuhe anziehen. Weitere Informationen: www.nvvhoengg.ch

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