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Kinder & Jugend

Papa Moll bringt Höngger ins Kino

14. Dezember 2017 von

Foto: zvg

Papa Molls Kinder Evy (Luna Paiano), Fritz (Maxwell Mare aus Höngg) und Willy (Yven Hess) v.l.n.r.

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Online seit
14. Dezember 2017

Printausgabe vom
14. Dezember 2017
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Die Verfilmung des Schweizer Klassikers «Papa Moll» feierte anfangs Dezember Weltpremiere. Am 21.12. kommt er ins Kino. Maxwell Mare aus Höngg spielt Fritz, eines der drei Moll-Kinder.

Nach dem grossen Erfolg mit «Heidi» im Jahr 2016, wagt sich die Luzerner Produktionsfirma Zodiac Pictures an einen weiteren Schweizer Kinderklassiker: die 1952 von der Zeichnerin und Karikaturistin Edith Oppenheim-Jonas erschaffene Comic-Figur Papa Moll. Stefan Kurt verkörpert den dicklichen, beinahe glatzköpfigen Papa Moll, der irgendwo zwischen süss und tollpatschig die Herausforderungen des Alltags zu meistern versucht, während seine Frau, gespielt von Isabella Schmid, das klassische Rollenbild der Frau der 50er Jahre erfüllt. Im Zentrum stehen aber vor allem auch die drei Kinder Willy (Yven Hess), Evy (Luna Paiano) und Fritz, gespielt von Maxwell Mare aus Höngg, die sich gegen zwei «Bulllies», Jacky und Johnny, wehren müssen. Auch Papa Moll hat seinen eigenen Rivalen, seinen Chef Herr Stuss, gespielt von Martin Rapold, der ihm just an dem Wochenende seine Kinder zur Aufsicht gibt, als Moll mit seinen eigenen Sprösslingen in den Zirkus will. Gleichzeitig bricht in der Schokoladen-Fabrik, in der Moll als Qualitätsbeauftragter arbeitet, das Chaos aus. Wie sich die ganze Geschichte doch noch in Wohlgefallen auflöst, sei an dieser Stelle nicht verraten.

Erst „Züri-Dütsch“ lernen

Im Vorfeld hätten sie sich noch nicht richtig vorstellen können, wie der Film am Ende aussehen würde, erzählen die drei Kinderdarsteller beim Interview im Volkshaus, «aber ich finde, er ist gut geworden», meint Yven (Willy) zufrieden. Auffällig ist, dass die Familie, nicht wie bei Schweizer Filmen sonst so oft üblich und irritierend, in vier verschiedenen Dialekten spricht, sondern alle eine Art «Züri-Dütsch» sprechen. «Für mich war das am Anfang recht schwierig», gibt Luna, die privat mit breitem Berner Dialekt spricht, zu, «aber dank der Zürcher Crew hat’s schnell geklappt». Gedreht wurde in Bad Zurzach, Baden und Köln. Die drei Kinder, wobei Jugendlich es besser trifft, stellen drei unterschiedliche Charaktere dar: Während Willy die vernünftige Stimme repräsentiert, ist Fritz frech und mutig und so etwas wie ein lausbubischer Anführer. Evi ist das «herzige» Mädchen, «aber so bin ich im echten Leben überhaupt nicht», wehrt sich Luna. Yven wollte schon immer Schauspieler werden, wie er enthusiastisch erzählt. «Durch den Film habe ich sehr viel Selbstvertrauen gewonnen, früher war ich vielleicht eher noch so wie der Willy». Maxwell, der jüngste im Bund, sieht einige Ähnlichkeiten mit seiner Figur: «Ich bin auch eher frech, aber vor allem kann ich ebenso emotional werden wie Fritz. Er ist schon ein alter Hase im «Showbusiness»: Mit vier Jahren stand er zum ersten Mal für einen Werbespot für TCS Verkehrssicherheit vor der Kamera. Bei der LIDL-Werbereihe mit der Familie Hunziker spielte er den spitzbübigen Sohn. Ausserdem machte er in zwei Kurzfilmen und im Langspielfilm «Rider Jack» mit. «Filme sind aber spannender, weil man länger an einem Projekt arbeiten kann», meint Maxwell. An der Schauspielerei gefalle ihm besonders, in verschiedene Rollen schlüpfen zu können, «und dass ich am Set immer wieder neue Leute kennenlerne», fügt er hinzu. Lange Drehtage und extreme Wetterverhältnisse könnten einem manchmal schon zusetzen, «aber grundsätzlich überwiegt die Freude am Spiel». Maxwell sagt von sich selber, er sei eigentlich «eher der Globytyp», habe die Papa-Moll-Bücher aber gekannt. «Am besten gefallen mir aber die <Lustigen Taschenbücher>, die kann ich immer lesen», verrät der Höngger. Womit er später einmal sein Geld verdienen will, weiss der Elfjährige noch nicht so genau. Schauspieler oder Radiomoderator könnte er sich vorstellen, Erfinder und Astronaut hat er mittlerweile verworfen: «Als ich erfahren habe, dass im All die Zeit langsamer vergeht und man seine Familie nicht mehr sehen kann, sagte ich mir: <Nein, so etwas mache ich nicht>».

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